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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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Romancero — Letzte Gedichte.

Sie hat in meines HerzenS GrundMit ihren Akten sich geflüchtet —Nur eins bleibt im Gedächtnis mir,Das ist: ich bin zn Grnnd gerichtet.

9.

Ein Wetterstrahl, beleuchtend plötzlichDes Abgrunds Nacht, war mir dein Brief:Er zeigte blendend hell, wie tiefMein Unglück ist, wie tief entsetzlich.

Selbst dich ergreift ein Mitgefühl!

Dich, die in meines LebenS WildnisSv schweigsam standest wie ein Bildnis,Das marmorschön und marmorkühl.

O Gott, wie muß ich elend sein!

Denn sie sogar beginnt zu sprechen,Aus ihrem Auge Thronen brechet:,Der Stein sogar erbarmt sich mein!

Erschüttert hat mich, was ich sah!

Auch du erbarm dich mein und spendeDie Ruhe mir, v Gott, und endeDie schreckliche Tragödia.

10.

Die Gestalt der wahren SphinxWeicht nicht ab von der des Weibes;Faselei ist jener ZusatzDes betatztcn Löwcnleibes.

Todesdunkcl ist das RätselDieser wahren Sphinx. Es hatteKein so schweres zu erratenFrau Jokastens Sohn und Gatte.

Doch zum Glücke kennt sein eignesRätsel nicht das Frauenzimmer:Spräch' es aus das LösnugSwort,Fiele diese Welt in Trümmer.

II.

Es sitzen am Kreuzweg drei Frauen,Sie grinsen und spinnen,

Sie seufzen und sinnen;

Sie sind gar häßlich anzuschauen,.