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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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237
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Letzte Gedichte. 237

„Aber Trüffel kann dies andern!"

Sprach's, und rasch, im edlen Zorne,

Packte er mein Schwein beim Kragen,

Band zusammen alle viere,

Lud es schnell auf seinen Schnbkarrn,

Und er schiebet flink und lustig,

Uber Felder, über Berge,

Bis an Düsseldorfs Lycenin.

Aber, der euch dies erzählet,

Wundert euch, das ist ein Jude,

Und er hat ein Schwein besungenAns purer Toleranz.

In Fritz von Beug Heins Stammbuch.

Mit einer Ansicht des Klosters Nonnemverth.p. März 18W.)

Oben auf dem RolandSeckSaß einmal ein Liebesgeck,

Seufzt sich fast das Herz heraus,

Guckt sich fast die Augen ausNach dem hübschen Klvstcrlein,

Das da liegt im stillen Rhein.

Fritz von Beughem! denk auch fernJener Stunden, als wir gernOben hoch von Daniels KniffSchauten nach dem Felsenriff,

Wo der kranke Ritter saß,

Dessen Herze nie genaß.

An Fritz von Beughem.

(IS. Juli rsso.)

Mein Fritz lebt nun im Baterland der Schinken,Im Zanberland, wo Schwcincbohncn blühen,Im dunkeln Ofen Pumpernickel glühen,

Wo Dichtergeist erlahmt, nnd Verse hinken.

Mein Fritz, gewohnt, aus heil'gem Quell zu trinken,Soll nun zur Tränke gchn mit fetten Kühen,

Soll gar der Thenns Aktenwagen ziehen, —Ich snrchte fast, er muß im Schlamm versinken.