Letzte Gedichte.
Aber soll im Mist verwelkenDiese zarte Fcrkenblume?
Soll der Sprößling edler BeestcrOhne Nachrnhm einst verrecken?
Also sinnen nun die Eltern,
Was ihr Söhnchen einst soll werden,Und sie stritten, stritten langeMit den Worten, mit den Fausten.
„Holde Drütch!" sprach der Ehhcrr,„Du mein alter Rumpelkasten!
Ja, ich kusche, ja, ich schwor' es,Ja, mein Sohn soll Pfnfflein werden.
„Dorthin, Ivo die schmucke DüffelSchlängelnd sich im Rhein ergießet,Dorthin send' ich meinen Lümmel,Zu studieren Gottgelahrtheit.
„Dortcn lebt mein Freund Asthövcr,Den ich einst traktiert mit KaffeeUnd mit Brezel und mit Plätzchen, —Schlau erwägend künft'ge Zeiten.
„Auch der riesenmttcht'ge DahmcnWandelt dort sein geistlich Leben;Schreckhaft zittern seine Jünger,
Wenn er schwingt die Mnscngeißcl.
„Diesen Männern Übergeb' ichMeinen Sohn zu strenger Leitung,Diese wähl' er sich zum Vorbild,Bis sein Bauch sich einst verkläret."
Also sprach zur Frau der Ehherr,Und er streichelt ihr das Pfvtchen;Aber sie umarmt ihn glühend,
Daß der Schmcerbanch heftig dröhnet.
Halt die Ohren zu, v Muse!
Jctzo wird mein Schwein gescheuertMit der Glut in Wasscrküfen,
Und es schreit und krächzt erbärmlich
Und ein klimperklein FrisörchcnKräuselt ü l'snkant die Borsten,Parfümiert sie mit Pomade, —Bis nach GerShcim hat's gerochen.
233