230 Romancero — Letzte Gedichte.
Ein Fluch dein Wurme, welcher spannDie Seide und ein Fluch dem Mann,Dem Weber, welcher wob den Taft,Warans der dunkle schauderhaftInfame Vorhang ward gemacht,Der mir verfinstert alle PrachtUnd allen goldncn SonncnglanzCitrvnias, des Zauberlands.
Manchmal mit voller FieberglntFaßt mich ein Wahnsinnübermnt.O die verwünschte Scheidewand!Es treibt mich dann mit kecker HandDie seidne Hülle abzustreifen,
Nach meinem nahen Glück zu greifen.Jedoch aus allerlei RücksichtenMuß ich auf solche That verzichten.Auch ist dergleichen DreistigkeitNicht mehr im Geiste unsrcr Zeit!
Nachw ort:
Unverblümt an andern Orten,Werdet ihr nnt klaren WortenSpäter ganz ausführlich lesen,Was Citronia gewesen.
Unterdes — wer ihn versteht,
Einen Meister nie verrät —
Wißt ihr doch, daß jede KunstIst am Ende blauer Dunst.
Was war jene Blume, welcheWeiland mit dem blauen KelcheSo romantisch süß geblühtIn des Ofterdingers Lied?
War's vielleicht die blaue NaseSeiner mitschwindsiicht'gen Base,Die im Adelsstifte starb?
Mag vielleicht von blauer Färb'Ein Strumpfband geweseil sein,Das beim Hofball fiel vom BeinEiner Dame: — Firlefanz!soib gui nrul / psuss!