Rmnancero — Letzte Gedichte.
Wie gepeitscht von Fencrbrändcn,Flammenrnten, in der MenschenAdern raste jetzt das Blut,
Lechzend nach Genuß und Gold —
Doch das Gold allein blieb Losung,Denn durch Gold, den gelben Kuppler,Kann sich jeder leicht verschossenAlle irdischen Genüsse.
Gold war jetzt das erste Wort,Das der Spanier sprach beim EintrittIn des Indianers Hütte —
Erst nachher frug er nach Wasser.
Mexiko und Peru sahenDieses Golddnrsts Orgia,
Cortez und Pizarro wälztenGoldbesoffcn sich im Golde.
Bei dem Tempclstnrm von QuitoLopez Bacca stahl die Sonne,
Die zwölf Centncr Goldes wog:
Doch dieselbe Nacht verlor er
Sie im Würfelspiele wieder,
Und im Volke blieb das Sprichwort:„Das ist Lopez, der die SonneHat verspielt vor Sonnenaufgang."
Hei! Das waren große Spieler,Große Diebe, Meuchelmörder,
(Ganz vollkommen ist kein Mensch.)Doch sie thaten Wnnderthatcn,
Überflügelnd die PrvnessenFnrchtbarlichster Soldateske,
Bon dem großen HolvfernesBis auf Haynan und Nadetzki.
In der Zeit des WunderglaubensThaten auch die Menschen Wunder;Wer Unmögliches geglaubt,
Könnt' Unmögliches verrichten.
Nur der Thor ivar damals Zweifler,Die verständ'gen Leute glaubten;Vor den Tageswnndern beugteGläubig tief sein Haupt der Weise.