Romanccro — Letzte Gedichte.
Droben, heißt es, harrte seinerEin Empfang, der schmeichelhaftGanz besonders für den Dichter,
Eine himmlische Sürprife,
Festlich kam das Chor der EngelIhm entgegen mit Musik,lind als Hymne grüßten ihnSeine eignen Verse, jeneS
Synagvgen-Hochzeitcarmen,
Jene Sabbath-Hymenäen,
Mit den jauchzend wohlbekanntenMelvdieen — welche Töne!
Englein bliesen auf Oboen,
Englcin spielten Violine,
Andre strichen auch die Bratsche,
Oder schlugen Pank' und Zimbel.
Und das sang und klang so lieblich,Und so lieblich in den weitenHimmelsrttnincn wiederhabt es:
„Lecho Dandi Likras Kalle."
IV.
Meine Frau ist nicht zufriedenMit dem vorigen Kapitel,
Ganz besonders in BezugAuf das Kästchen des Darius.
Fast mit Bitterkeit bemerkt sie:Daß ein Ehemann, der wahrhaftReligiöse sei, das KästchenGleich zu Gclde machen würde,
Und damit für seine armeLegitime EhegattinEinen Kaschemir zu kaufen,
Dessen sie so sehr bedürfe.
Der Jehuda ben Halcvy,
Meinte sie, der sei hinlänglichEhrenvoll bewahrt in einemSchönen Futteral von Pappe
Mit chinesisch elegantenArabesken, wie die hübschenBonbonnieren von MarguisIm Passage Panorama.