DrittcS Buch. Hebräische Melodien.
Poitous und der Guicnne,Nvussillvns und aller andernSiißcn PomeranzenlaudeDer galanten Christenheit.
Der galanten ChristenheitSüße Pomeranzenlaude!
Wie sie duften, glänzen, klingenIn dem Zwielicht der Erinnrnng!
Schöne Nachtigalleuwelt!
Wo man, statt des wahren GotteI,Nur den falschen Gott der LiebeUnd der Musen angebetet.
Klerici, mit RosenkränzenAns der Glatze, sangen PsalmenIn der heitern Sprache ü'oezUnd die Laien, edle Ritter,
Stolz auf hohen Rossen trabend,Spintisierten Vers und ReimeZur Verherrlichung der Dame,Der ihr Herze fröhlich diente.
Ohne Dame keine Minne,
Und es ward dem MinnesängerUnentbehrlich eine Dance,
Wie dem Butterbrot die Butter.
Auch der Held, den wir besingen,Auch Jehuda ben HalevyHatte seine Hcrzensdame;
Doch sie war besondrer Art.
Sie war keine Laura, derenAugen, sterbliche Gestirne,
In dem Dome am KarfreitagDen berühmten Brand gestiftet —
Sie war keine Chatelaine,
Die im Blütenschmuck der JugendBei Turnieren präsidierteUnd den Lorbeerkranz erteilte —
Keine KnßrcchtSkasnistinWar sie, keine Doktrinärem,
Die im SprnchkolleginmEines MinnehofS dotierte —