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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
79
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Zweites Buch. Lamentationen. 79

Freilich, klopft man faule Kütten,

Fängt man Flöh' im Überfluß,

Und es mußte sich der HuttenManchmal kratzen vor Verdruß.

Aber „ttlsw est jnotn!"

War des Ritters Schlachtgeschrei,

Und er knickte und er knacktePuliees und Klerisei.

Ex-Nachtwächter, Stnndcnrufer,

Fühlst du nicht dein Herz erglnhn?

Rege dich am Jsarufer,

Schüttle ab den kranken Spleen!

Deine langen Fvrtfchrittsbcine,

Heb sie auf zu neuem Lauf —

Kutten grobe, Kutten feine,

Sind es Kutten, schlage drauf!

Jener aber seufzt, und seineHände ringend er versetzt:

„Meine langen FvrtfchrittsbcineSind enropamüdc jetzt.

„Meine Hühneraugen sticken,

Habe deutsche enge Schuh',

Und Ivo mich die Schuhe drückenWeiß ich wohl — laß mich in Ruh'!"

Festgedicht.

Beeren-Meyer, Meyer-Becr!

Welch ein Lärm, was ist der Mähr?Willst du wirklich jetzt gebärenUnd den Heiland uns bescheren*),Der verheißen, der versprochen?Kommst du wirklich in die Wochen?Das ersehnte MeisterstückDreizehnjähriger Kolik,

Kommt das Schmerzenskind am End',Das man „Jan von Lehden" nennt?

Nein, es ist nicht mehr ErfindungDer Journale — die Entbindung

*) Den „Propheten", der ursprünglich unter dein Titel „Jan von Lehden"erscheinen sollte.