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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
72
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Nomanccro — Letzte Gedichte.

„„Jetzt, Großmeister von San Ingo,Müßt Ihr Euch zum Tod bereiten,

Eine Viertelstunde seiEuch bewilligt zum Gebete.""

„Don Fredregv kniete nieder,

Betete mit frommer Ruhe,

Sprach sodann: „„Ich Hab' vollendet,""Und empfing den Todesstreich.

„In demselben Augenblicke,

Als der Kopf zu Boden rollte,

Sprang drauf zu der treue Allan,Welcher unbemerkt gefolgt war.

„Er erfaßte mit den ZähnenBei dein Lockenhaar das Haupt,llnd mit dieser teuren BeuteSchoß er zaubcrschncll von danneu.

„Jammer und Geschrei erschollÜberall auf seinem Wege,

Durch die Gänge und Gemächer,Treppen ans und Treppen ab.

„Seit dem Gastmahl des BclsnzarGab es keine Tischgesellschaft,

Welche so verstöret aussahWie die unsre in dem Saale,

„Als das Ungetüm hercinsprnngMit dem Haupte Don Fredregos,

Das er mit den Zähnen schleppteAn den träufelnd blut'gen Haaren.

„Auf den leer gcblicbnen Stuhl,Welcher seinem Herrn bestimmt war,Sprang der Hund, und wie ein KlägerHielt er uns das Haupt entgegen.

„Ach, es war das wohlbekannteHelden-Antlitz, aber blässer,

Aber ernster durch den Tod,Und umringclt gar entsetzlich

„Bon der Fülle schwarzer Locken,Die sich bäumten Ivie der wildeSchlnngcnkopfpntz der Mcdnse,

Auch wie dieser schrcckverstcincrnd.