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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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44 Nomancero — Letzte Gedichte.

Unterdessen saß der DichterAn dem Webstuhl des GedankensTag und Nacht, und webte emsigSeines Liedes Riesenteppich —

Niesenteppich, wo der DichterWunderbar hineingcwebtSeiner Heimat Fabelchrvnik,Farsistans uralte Kvn'ge,

Licblingshclden seines Volkes,Ritterthatcn, Avcntiiren,

Zanberwesen und Dämonen,

Keck umrankt von Märchenblnmen —

Alles blühend und lebendig,Farbenglänzend, blühend, brennend,Und wie himmlisch angestrahltVon dem heil'gen Lichte Irans,

Von dem göttlich reinen Urlicht,Dessen letzter Fcucrtcmpel,

Trotz den: Koran und dem Mufti,In des Dichters Herzen flammte.

Als vollendet war das Lied,Überschütte seinem GönnerDer Poet das Mannskript,Zwcimalhundcrttanscnd Verse.

In der Badestubc war es,

In der Badestnb' zu GaSna,

Wo des Schaches schwarze BotenDen Firdusi angetroffen —

Jeder schleppte einen Geldsack,Den er zu deS Dichters FüßenKnieend legte, als den hohenEhrensold für seine Dichtung.

Der Poet riß auf die SäckeHastig, um am lang entbehrtenGvldcSanblick sich zu laben —Da gewahrt' er mit Bestürzung,

Daß der Inhalt dieser SäckeBleiches Silber, SilberthomanS,Zwcimalhunderttansend etwa —Und der Dichter lachte bitter.