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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
43
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Erstes Buch. Historien.

„Geoffroy! Wie traulich ist eSHier im stillen Mondscheinsaale,Möchte nicht mehr draußen wandelnIn des TngcS Sonnenstrahle."

„„Melisande! teure Närrin,Du bist selber Licht und Sonne,Wo du wandelst, blüht der Frühling,Sprossen Lieb' und Maicnwonne!""

Also kosen, also wandelnJene zärtlichen GespensterAuf und ab, derweil das MondlichtLauschet durch die Bogenfenster.

Doch den holden Spuk vertreibendKommt am End' die Morgenröte —Jene huschen scheu zurückIn die Wand, in die Tapete.

Der Dichter Firdusi.

I.

Gvldne Menschen, Silbermcnschen!Spricht ein Lump von einem Thoman,Ist die Rede nur von Silber,Ist gemeint ein Silberthoman.

Doch im Munde eines Fürsten,Eines SchacheS, ist ein ThomanGülden stetS; ein Schach empfängtUnd er giebt nur goldne Thoman.

Also denken brave Leute,

Also dachte auch Firdusi,

Der Verfasser des berühmtenUnd vergötterten „Schach Nameh".

Dieses große HeldenliedSchrieb er auf Geheiß des Schaches,Der für jeden seiner VerseEinen Thoman ihm versprochen.

Siebzehmnal die Rose blühte,Siebzehnmal ist sie verwelket,

Und die Nachtigall besang sieUnd verstummte sicbzehnmal —