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zwar, wie selten jetzt noch Mittagsfernröhre inDeutschland sind und mit welcher Sorgfalt sie ve-rificiert werden müssen. Aber was kann dieMethode dafür, dafs auf einer Sternwarte geradedas unentbehrlichste Instrument fehlt ? Ueberdem.mag es ein ganz eigenes Problem seyn , die Zeit-unterschiede zwischen A und B genau zu finden,ohne dafs man weder in A noch in B seine Zeitgenau zu wissen braucht.
Die Wiederholung des Verificierens hat we-nig Schwierigkeiten,- wenn man, wüe auf denSternwarten zu Palermo , Paris, Touluse und Go-tha, eine halbe Meile davon am Horizonte einSignal für den mittelsten Faden des Fernrohrshat. •)
Ist die Nacht heiter und ohne Mondlicht, somacht der Beobachter die nöthigen Vorbereitun-gen. Er legt Sternkarten und Journale zurecht,
*) Die Strahlenbrechung in horizontaler Richtung, die, soviel ich weifs, von Syivabelle auf der Marsrilinr Stern-warte zuerst entdeckt worden ist, richtet sich nach demStande der Sonne und verrückt des Morgens die Gegen-stände nach Osten und des Nachmittags nach Westen.(An der Nordseite ist es umgekehrt.) Sie läfst sich ein fürallemal bestimmen, und die Ungleichheiten, die von derverschiedenen Höhe der Sonne und dem verschiedenenZustand der Atmosphäre herrühren, sind wohl zu unbe-trächtlich, als dals sie eine falsche Meridianlage des Pas-sageinstruments veranlassen sollten. Hat die Mittagspyra-miede eine Argandsche Lampe, so geschieht das Verificie-ren des Nachts, und man ist dann den Täuschungen derStrahlenbrechung in horizontaler Richtung nicht aus-gesetzt. — ®
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