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Widerlegung der Schrift: Die zwanzig heil. Röcke der Prof. D. D. Gildemeister und von Sybel
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und im Laufe der Schrift selbst: Und die zwanzigandern ungenähten Röcke. Das nun am Ende dielateinischen Texte nachgetragen werden, kann man nichtanders als eine schlaue Listigkeit ansehen, um die im Texteeingeschmuggelte Verbreitung zu bedecken. Ter gutmüthigeLeser ist schon eingenommen und so betrogen, ehe er denAnhang eingesehen und verglichen hat, wenn er ihn ver-gleichen kann. Ja selbst unter den vielen aufgestelltenPartikeln sind einige, die genannt werden cls vosUmontooder Vtüitlmentis lUri-isti, im allgemeinen, also nicht vondem ungenahten Rocke. Von den andern Kleidern d>6Herrn können allerdings mehrere Theile vorrärbig seyn,weil diese von den Henkersknechten beim Kreuze getheiltworden sind, der ungenäbte Nock blieb aber nngetheilt.Wir finden es auch sonderbar, daß hier ein besonderesGewicht auf den Ausdruck in der Mekrzahl: llo vostimontis,von den Kleidern, gelegt wird, da der nämliche Aus-druck im Evangelium in der einfachen Zahl gelten soll.

Nach Abzug der dreizehn Partikeln*) bleiben nochsieben ganze Röcke, die von den Prof. ausgestellt werden.Der erste und älteste davon ist der, welcher von dein h.Bischof zu Gregor Tours (gest. 595.) in dem oft bezo-genen Buche Oo Olcwis UarHa-uirr erwähnt wird. Er

*) Diesen t3. wollen wir noch einige hinzusetzen: Beiltanisius lom. III. IV II. Älonnment. eclit. lin^na^ii s>!>A.LH. unter den Reliquien des Klosters Windberg: deInnica iiicensuliti Ilomini. Bei de wulleeviA llelig. Itlrs.im VI. Bande pnx. 60. in einer Urkunde des KaisersFriedrich v.J. 1463: de Umica Ltirisii: noch viel mehrerekönnten wir anführen unter dem allgemeinen Titel: vonden Kleidern lies Herrn, worunter, wie die Professorensagen, auch der angenähte Rock verstanden werden könne.In der Urkunde des h. Adalhard ist beinahe in jedemGefäße eine Partikel vom Kleide des Herrn.