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ungenähten in Safed im Jahre 590 aufgefundenen Rockdes Herrn.
Berengos, der gemäß der Chronik von St. Mariminnoch im I. 1125 lebte, halte allerdings eine schöne Ge-legenheit, über den Trierischen Rock zu sprechen, aber weiler es nicht gethan bat, daraus folgt nicht, er habe nichtsdavon gewußt. Aus Alcnin wissen wir, daß zu Triereine herrliche Partikel des h. Kreuzes war, auch davonspricht Berengos nicht; so auch nicht von dem Nagel desHerrn, der doch noch kurz zuvor so große Wunder ge-wirkt hatte, wie die Vits Vgi itii meldet. In der Schriftüber die Verehrung der h. Reliquien redet Berengos zu-nächst von den in seiner Klosterkirche aufbewahrten Re-liquien, wofür er ein eigenes Fest anordnet.
Tbiofrid starb im I. 1110. In seinen Schriftenist er mebr Ascet als Historiker. Es ist zu bewundern,daß der belesene Trithem ihn weder iniee «criptm-es eocleü.,noch unter den berühmten Männern des Benedictiner-Ordens anführt. Es ist leicht zu erklären, wie er daraufverfallen, die Notiz von dem zu Safed entdeckten Rockeaufzunehmen. Denn die damals berühmten Chronik-schreiber, Hermann Contractns, Ekkehartns und Si-gebert waren Benedictiner und diese Chroniken wurdenin den Klöstern häufig gelesen. Daß hieraus Tbiofridwörtlich das Ganze mit den offenbarsten Unrichtigkeiten ge-schöpft habe, gestehen die Professoren selbst ein. DemErzbischof Bruno von Trier konnte diese Notiz über denRock von Safed aus denselben Chroniken auch nicht un-bekannt seyn t wie sollte er dann die Anführung derselbenvon Thiofried als eine Grobheit haben ansehen können?
Den beiden Bencdictinern aus dem 12. Jahrh., dienichts vom h. Rock zu Trier melden, setzen wir jetzt zwei