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Widerlegung der Schrift: Die zwanzig heil. Röcke der Prof. D. D. Gildemeister und von Sybel
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II«

er nicht vielmehr den Namen des frommen Bischofs ge-nannt haben, so wie er die Namen der andern TrierischenBischöfe und des Kölnischen Bischofs Bruno nennt? Tnrchden unbestimmten Ausdruckt guielnm religinsns mulnimstujus VI bis episoopus etc. scheint er anzuzeigen, das?man wegen der Länge der Zeit eigentlich nickt genauwisse, unter welchem Trierischcn Bischöfe die wunderbareGeschichte vorgefallen sey.

Man wird jetzt leicht erkennen, warum die Profess.sich so sehr bemüheten, die relativ m-ijorum, den Berichtder Vorfahren in das 10. oder 11. Jahrhundert zuverschieben. Sie glaubten durch ihr feines, kritischesMesser die schweren Wurzeln der alten Tradition, diehier so klar zum Vorschein kommen, abschneiden zu könnenund auf ihre Stelle dieersten Elemente zur Bildungeiner Tradition" zu legen. Aber wir Katholiken kennenunser Terrain und lassen uns so leicht nicht täuschen.

Auch das so hochgeschätzte Stillschweigen der beidenBenedictiner Aebte, des Berengosns von St. Mariminund des Thiofrid von Echternach, sestt uns nicht in Sorgen.Beide schweigen von dem ungenäbten Nock, da der erstedoch weitläufig handelt von der Erfindung des Kreuz-holzes durch Helena, da er in eben diesem Werke redetvon den Verzierungen der Stadt Trier durch Helena,da er in einer besondern Schrift über die Verehrung derb. Reliquien redet. So auch Thiofried schrieb im An-fange des 12. Jahrhunderts ein Werk über die Verehrungder Reliquien und widmete dasselbe gar dem TriernchenBischof Bruno (ItOt1142). Keiner meldet etwas vondem ungcnähten Rock; man wußte also damals noch garnicht, daß er in Trier war, Thiofried kennt nur einen