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daß die Silvesteröcklrkunde, wie ein Embryo im Mutter«leibe, von Zeil zu Zeil in dem Leibe der Trien'schen Kircheangewachsen und zuletzt, mit einem ganz künstlich geweb-ten ungenähten Rocke, den man den Rock des Herrn zunennen pflegt, bekleidet worden ist. Dieser cmbryologischcProceß geht mehrere Jahrhundertc durch, ohne daß auchnur ein Einziger der Lebenden davon etwas gemerkt hat,bis die geschickten Geburtshelfer von Bonn mit ihren kri-tischen Instrumenten die Entbindung vornehmen und glück,lich ausführen.
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Also eine neue Entdeckung im 19. Jahrhunderte und zwardurch zwei Professoren zu Bonn.
Der Entwickelnngsproccß ist übrigens so einfach, soeinleuchtend, daß man wahrlich die Blindheit der früherLebenden jetzt, nachdem das Gehcimniß gelöst ist, bewun-dern muß. Denn sehet, wie die Sache sich nach und nachausklart:
s) „Die erste Urkunde des Silvester, mitgetheilt vondem Jesuiten Brower — gewiß eine reine Hand — inden Trierischcn Annalen, hat nichts von Reliquien." Diesesetzen unsere Herren in das VIII. Jahrhundert S. 2o.
U) „Erste Erweiterung. Der h. Nagel." Dies geschahim Xl. Jahrhunderte, also während ungefähr 300 Jahren.S. 2tZ.
o) „Zweite Erweiterung. Anonyme Reliquien." S27. Nämlich zu dem oben angeführten h. Nagel kommennun noch im allgemeinen oder unbestimmte Reliquien.Allerdings ein wichtiger Zuwachs, man weiß aber nicht,wie viel Zeit dieser erfordert hat.
>1) „Um das Jahr 1000 wird der h. Rock in Triervcrmuthct, aber nicht gefunden." — Wahrscheinlich ruhele