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zu Trier und Aquileja neue Kirchen gebaut und in den«selben an den höchsten Festen wegen des großen Zulaufesdes Volkes, ehe sie noch cousccrirt waren, Gottesdienstgehalten wurde, so ist klar, daß noch keine Kirchen inTrier vor dem Jahre 336 waren. Eine von allen Seitenhinkende Schlußfolge, die sich noch klarer berausstellcnwird, wenn wir das Ganze in einem Zusammenhangevorlegen. — Athanasius, der eifrige Kämpfer des Ka-tholicismus, war von seinen Gegnern, den ArianischenBischöfen, beim Kaiser über mehrere Punkte angeklagt,worunter auch diese Klage war: er habe in einer nochnicht eingeweihten Kirche feierlichen Gottesdienst gehalten.Er antwortet: „Ja, das habe ich gethan. Es war näm-lich das Osterfest nnd eine ungeheure Volksmasse, eineso große Menge Christen war anwesend, daß christlicheKaiser wobl wünschen möchten, es scyen in allen ibrenStädten so viele Christen. Da nun wenige Kirchen^*)da waren und diese noch zu enge waren, so bat das Volkmich mit Ungestüme, in der großen Kirche den feierlichenDienst zu balten. Das geschah dann auch. Ich hättedies lieber ausgestellt, und auf jegliche Weise in andernKirchen auch unter dem stärksten Drucke den Dienst ge-halten, aber das Volk folgte nicht und zog vor, trotz ibrerAbmüdung von der Reise, lieber unter freiem Himmel alsin solcher Trauer das Fest zu feiern. Glaube es, oKaiser, schon während der Fastenzeit wurden wegen der
"h Nach damaliger Kirchendisciplin mußten alle von Stadtund Land an den höchsten Festtagen des Herrn stcb inder bischöflichen Mutterkirche versammeln und dem Got-tesdienste beiwohnen.
**) Es waren also andere Kirchen da, aber keine von diesenwar so groß, daß sie die ganze Vvlksmasse fassen konnte.