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von Gott auferlegte Pflicht zu erfüllen." Gleich darauffährt Theophanes fort: „Im nämlichen Jahre schickteKonstantin die gottselige Helena mit einer großen SummeGeldes nach Jerusalem, um das Kreuz des Herrn auf-zusuchen. Der Patriarch von Jerusalem Macarius kamder Kaiserin mit gebührender Ehrbczeugnng entgegen,trennte sich dann mit ihr von dem Getümmel der Be-gleitung und betrieb mit Geistesruhe, mir inbrünstigemGebete und mit Fasten die Aufsuchung des Kreuzes." —Theophanes gehört zwar zu den Schriftstellern des IX.Jahrhunderts, aber da er am kaiserlichen Hofe zu Eon-stantinopel erzogen worden, so hatte er die beste Gelegen-heit, die geschichtlichen Quellen zu erforschen, besondersda er den ganzen Vorrath des berühmten griechischenGeschichtschreibers, Georg Syncellus, mit dem Auftrag,dessen unvollendetes Werk fortzusetzen, e> hielt. Er sagtdaher gleich beim Eingänge seiner Chronographie: „erhabe viele Werke sorgfällig durchgelesen und geprüft."^)Jbm standen also gewiß ältere geschichtliche Quellen znGebot, wie Anselm von Lucca bezeuget, die wir letztnicht mehr haben. Er verdient also in dergleichen ge-schichtlichen Berichten vollen Glanben, vbschon seine Zeil-rechnung nicht zuverlässig ist. Noch einen andern grie-chischen Gcschichtschreibcr können wir dem Theophaneszur Seite stellen, den Mönch Alexander, welcher einegroße Rede über die Erfindung des h. Kreuzes gehaltenhat. In dieser sagt er, wie früher der h. Ambrosius:
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