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Widerlegung der Schrift: Die zwanzig heil. Röcke der Prof. D. D. Gildemeister und von Sybel
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sprechen lasse».Die alten Kirchenhistoriker , die ihreReise erwähne», selbst die, welche sie das Kreuz findenlassen, geben ganz andere Gründe an. Eusebius sagt,sie habe Gott ihre gottselige Gesinnung beweisen und füribren Sohn und ihre Enkel durch Gebet den gebührendenDank darbringen wollen; nach Sulpitius Severus willsie Jerusalem sehn; bei Rufin und Socrates erscheintbloß der Zweck, das Grab auszusuchen, wozu sie durchTraume ermuntert ist; ebenso cllvino, nt exitus <lo-vnit, inzchi'nts ocm-alic» läßt Paulinus sie hingehen,um die Fußstapfen des Herrn zu schauen und die heil.Denkmäler zu reinigen; nach Sozomenns will sie dortbeten und die heiligen Orte besehn; »ach Theodoret über-bringt sie den Brief Eonstantins. Keiner von ihnen hatein Wort, daß sie etwa vorher nur das Kreuz zu findengedacht, vielweniger daß überhaupt Reliquien zu suchenihre Absicht war. Gelehrteren Verehrern der h. Helena,als Hr. Marx ist, den Bollandisten z. B., die in einemeigenen Kapitel die bei ihrer Reise zu Grunde liegendeAbsicht untersuchen, fällt es gar nicht ein, daß sie dorthabe Reliquien hervorziehen wollen."

Ware diese Zusammenstellung ganz keusch, obnc Rück-halt eines wichtigen Umstandes, so sollte man schließen,Helena sey aus verschiedenen Gründen getrieben worden,Palästina zu besuchen. Welcher war dann der vorzüg-lichste Grund? Fromme und demülbigc Personen pflegenihre religiöse Gesinnung durch andere im menschlichenLeben weniger auffallende Umstände zu bedecken. Sollenwir das nicht auch hier von Helena vermutben dürfen?Aber das haben wir nicht nöthig, wenn wir die von denProfessoren me stens aus den Bollandisten zusammenge-stellten Kirchenhistoriker etwas näher betrachten; wir wer-