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Widerlegung der Schrift: Die zwanzig heil. Röcke der Prof. D. D. Gildemeister und von Sybel
Entstehung
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thias, wie oben gesagt. Der gelehrte Kritiker, Honorata St. Maria, führt ein ganz neues Beispiel an, das,weil es ein wahres Seiteustück von der Erfindung des h.Rockes ist, hier eine besondere Erwähnung verdient.Ineiner Schrift, die der Stadt und Diöccse Clermont inNieder-Anvergne Kirchen und die darin bewahrten Reli-quien anführte, geschah Erwähnung eines gewissen Klostersllo (Rsmiliei-es, welches ein Collegiat-Stift eines gewissenFlecken bei Elcrmont war: wo die h. Tecla ruhet.Die Ueberlieferuug der Kirche, alte Gemälde und In-schriften und das dort eingeführte feierliche Fest der h.Tecla bestätigten diesen Zusatz. Die Kritiker erhoben sichgegen diese Behauptung; sie bezogen sich auf den Abgangder glaubhaften Urkunden; bewiesen aus mehrern Zeug-nissen, daß die h. Tecla in Scleucien ruhe, und einigeReliquien davon an gewisse Kirchen geschickt wordenwären. Man kam also auf den Gedanken, um doch dieobige Nachricht mit der kirchlichen Tradition zu einige»,es sepe eine andere Tecla, nicht die Schülerin des Pau-lus, deren Leib hier ruhe, die vielleicht in der Gegend vonClermont gelebt habe. Als nun aber die Kirche erweitertwerden sollte und deshalb der in einem Chörchen an derMauer stehende Altar weggenommen werden mußte, fandman eine aus ganz fremdem Holze angefertigte Kiste,worin die Gebeine mit einer bleiernen Tafel waren, diefolgende Inschrift hatte:Diese sind die Reliquien derh. Jungfrau und Martprin Tecla, die in Ikonien geborenwar, dann aber von dem Apostel Paulus bekehrt, zuSeleucia geruhet hat." Die Kiste enthielt den ganzenUnterleib der h. Martyrin. Die Herren der Negationmögen hieraus eine Regel für ihre Kritik nehmen.

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