unbekannt war? Diese Frage ist leicht zu beantworten.Bei der Verheimlichung oder Verbergnng des h. Schatzeszur Zeit der Invasion der Normannen*^) waren nurwenige Vertraute zugezogen worden, um jede Gefahr derEntdeckung zu verhüten, denn so etwas geschieht nicht imAngesicht des Volks. Nach dem Abzüge der Normannen,wo die ganze Stadt in einem Schulte lag, ließ sich aueine Erhebung des verborgenen Schatzes sobald noch nichtdenken, und so kam nach dem Absterben der wenigen Ver-trauten der Ort, wo der Schatz verborgen war, in Ver-gessenheit. Dies berichtet auch eine alte Handschrist,welche der oben erwähnte Hilar x. 67. anfükrt. „Dahersind zu Trier eine Menge Bücher und die meisten Klo-sierornamcnte zu Grunde gegangen, und deshalb konnteman nachher die Namen der vielen h. Bischöfe, wie auchder h. Märtyrer und mehrerer Andern nicht ausfindigmachen." In der St. Paulinus-Kirche zu Trier halteman sogar, wie die Gcsta erzählen, die dort an denWänden befindlichen Inschriften der daselbst begrabcmnMärtyrer getilgt, damit dadurch die Reliquien nicht ent-deckt würden.
Hier wollen wir für eine kurze Weile unsere jungenKritiker sprechen lassen, um ihre Weisheit bewundern zukönnen. S. 12. schreiben sie: „Man verbarg allesKirchengut in unterirdischen Grüften, ebenso die Reli-quien der Märtyrer-, man nahm die Inschriften, die derenNamen anzeigten, von den Wänden und grub ihre Namen
Diese Vorsicht beobachtete man auch später in den Tagender Ruhe, aus Furcht, die h. Reliquien möchten gestohlenwerden. Bei der Hinterlegung der h. Reliquien desApostels Matthias im Jahre lOZll heißt es: i>!puci«8lmj-jtiilelibu« ouoeeiis. 4'om, III. b'edr. LuIIauU. x. 446.