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rufen. Da wählte man einen sehr frommen und an-dächtigen Mönch, der das h. Geheimniß beschauen unddem Bischöfe nach Befunde bestimmte Nachricht ertheilensollte. Der fromme Mönch schloß die Kiste auf, in welcheder b. Agritius jenen Schatz hinterlegt hatte; aber sobalder den Deckel aufhob, um hinein zu schaue», ward erblind. Aus dieser Züchtigung des Herrn schlössen nunalle Vernünftigern, daß kein sündhafter Mensch es wagendürfe, jenes h. Geheimniß zu erforschen. Nach jenerStunde erwartete bis auf diesen Tag Niemand mehrdie Aufschließung der Kiste."*) — Gin anderer Schrift-steller des nämlichen Jahrhunderts, der Verfasser derTranslation des h. Apostel Matthias, der auch des durchdie h. Helena nach Trier überbrachten h. Rockes erwähnt,**)bezieht sich ebenfalls auf die Ueberlieferung der Alten.„Ein gewisser alter Geistlicher erzählte mir weinend, erhabe es mit seinem Mitpriester nicht ohne VerwunderungVieler gesehen."***) So erreichte die kirchliche Ueberlie-ferung das 12. Jahrhundert, — obne eigentlichen Sprung— wo der h. Rock unter dem Erzbischofe Johannes demgläubigen Volke gezeigt worden ist. S. Marr Geschichtedes h. Rockes Z. 4. S. 20.
Wie kam es aber, wird man fragen, daß, da dieUeberlieferung das Besstzthum des h. Nockes so lebendigbewahrte, doch der Ort, wo derselbe hinterlegt worden,
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