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Widerlegung der Schrift: Die zwanzig heil. Röcke der Prof. D. D. Gildemeister und von Sybel
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Stadt Trier beschrieben, sondern auch die Geschichte derTrierer Kirche überarbeitet haben.

Wie die Mönche der St. Matthias-Abtei, so werdenauch wohl einige andere ans den übrigen Stiftern, Abteienund Klöstern die Invasion der Normannen und die Ver-brennung der Stadt überlebt haben, und wenn sie auchaus der Asche keine Monumente oder Bücher retteten, iokonnten sie doch ihren Nachkömmlingen das aus der früher»Geschichte mündlich überliefern, was sie selbst in den altenschriftlichen Urkunden gelesen baben. Ans diesen gewißglaubwürdigen Zeugen ruhet also die aus den schriftlichenUrkunden fortlebende Tradition und von ihnen ging sieauf die folgenden Jahrhunderte über. Der Sprung vom10. Jahrh. bis ins 11. ist doch wahrlich nicht groß, viel-mehr reibet sich hier ein Jahrhundert an das andere.Der Verfasser der Lebensbeschreibung des h. BischofsAgritius, der nach dem Urtbeil der Bollandisten im 11.Jahrhunderte geschrieben hat, bezieht sich auf die Erzäh-lung der Vorfahren, die er selbst gesprochen hat.Nachganz wahrhafter Erzählung unserer Vorfahren haben wirvernommen, daß ein frommer Bischof von Trier, da ermancherlei Gerüchte über die in der dortigen Domkirchebefindlichen h. Reliquien unseres Heilandes hörte, indemManche sagten, es sey der angenähte Rock unserers Er-lösers, Andere, es -sey das Purpnrkleid, Einige auch meinten,es seyen die Schuhe des Erlösers, und da er diese Mei-nungen durch Nachforschung der wahren Sachlage sehnlichzu entscheiden Willens war, ein dreitägiges Fasten in derganzen Stadt ansagte, nachdem er zuvor die Gemeindesowohl wie die Clerisei zu Rathe gezogen hatte. Nachabgelaufener Fastenzeit wurde die Elerisei und die Ge-meinde in die Domftrche, die jenen Schatz bewahrt, ge-