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Über Versorgungs- und Aussteuerkassen
Entstehung
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diejenigen, welche die Wohlthatcn der Anstalt genießen, se-hen nur noch die oft unvermeidlichen Mangel, und haltensich der Anstalt zu keiner weiteren Danlbarkeit verpflichtet,und so wiederholt sich immer von Neuem die Erscheinung,über welche schon August Her r m a n n Franke inseinem Bericht vom Halleschen Waiscnhause klagte, daßauS seinen Vortragen über die christliche Liebe die Mehrcstennur gelernt hätten, wie sie Anderer Liebe genießen, nichtwiesle selber dadurch Liebe üben sollten, daß sie AndererLiebe mcht auf eine unbillige Weise in Anspruch nehmen.

Das Letztere nun soll durch diese Kasse den Theil-nehmern erleichtert, und ihnen zugleich daS ängstliche,und für viele Gemüther höchst niederdrückende Gefühl, vonden öffentlichen Gaben der Liebe zn leben, erspart wer-den, der öffentlichen Armenpflege aber soll ein Theil ihrerLast abgenommen, und dadurch die Möglichkeit für sie her-beigeführt werden, den noch übrigen Theil derselben mitdesto größerer Kraft und Liebe zu tragen.

Um mich über die Einrichtung dieser Kasse, die ichder Kürze wegen eine VcrsorgungS - Kasse genannthabe, um so kürzer und bestimmter erklären zu können,will ich hier sogleich die ersten Grundzüge einer Kassen-Ordnung mit besonderer Beziehung ans unsere Stadt ent-werfen, und wo es nöthig scheint, über jeden einzelnenPunkt die erforderlichen Erläuterungen beibringen.

Kassen ordn un g»

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Zu dieser Kasse sieht jedem hiesigen Einwohner, ohneRücksicht ans Geschlecht, Stand und Gewerbe, vom snu-hesi-.n Alter an, bis zum vollendeten Zossen Lebensjahre,der Zutritt frei.