Mittel der letztem sind, und wie groß die Ansprüche, diean sie gemacht meiden, ist einem jeden zur Genüge be-kannt. Man wird auch nicht anführen wellen, daß diean den mebrcsten Orten bestehenden Hospitäler dem Be-dürft! sie abhelfen, denn theils ist die Zahl der vorhande-nen Stellen viel zu klein für daS Bedürfniß, theilS erfor-dert die Aufnahme mancherlei Bedingungen, denen nurWenige aus den vorhin bezeichneten Klaffen genügen können.
Die Kasse, von der hier die Rede ist, will über-haupt nicht als eine milde Stiftung angesehen sepn, son-dern vielmehr daS Bedürfniß derselben vermindern hel-fen. Es ist eine lraurige, aber es ist leider einesehr wahre Bemerkung, daß die meisten milden Stiftungennot der Zeit entarten, weil sie selten in dem Sinn undGeist ihres Stifters fortgeführt werden können, und daßsie in dieser entarteten Form oft nur die Armnth vermeh-ren helfen, welche sie zu mildern ursprünglich bestimmtsind. So lange nämlich, als die- ersten Stifter das Ganzeleiren, und mir Umsicht, Liebe und uneigennütziger Aufop-ferung verwalten, so lange fließen die Beiträge reichlich,.und die, welche die Wohlthaten empfangen, nehmen sie alswahre Gaben der Liebe mit dankbarem Herzen an. So-bald aber als die Stifter solcher Anstalten heimgegangensind, und die Verwaltung in die Hände besoldeter Beam-ten kommt, welche sie nicht als ein Werk der Liebe, son-dern als ein bezahltes Geschäft treiben, gewinnt alleS eineganz andere Gestalt. Die Quellen, aus welchen der An-siair die Mittel zur Wohlthätig-eit reichlich zuströmten,fangen allmählig an spa'samer zu fließen, entweder weilsich die erste Liebe abgekühlt, oder anders wohin gewen-det hat; die Beamten durch vorgeschriebene Formen undInstructionen beschränkt, oft einer gar zu peinliche», oftgar zu nachlässigen Aufsicht unterworfen, fühlen sich in Al-lem, was sie für die Anstalt thnn könnten, beengt ,und