Jesus CbristuS wahrhaft und wesentlich gegenwärtig sei) und wahrhaftgegeben werde denen, die den Leib und das Blut Christi empfangen,wodurch Christus bezeugt, daß er sie zu seinen Gliedern macht."Seine Hauptlchre war: in dem Zeichen des Saeraments, Brodund Wein, gehe keine Veränderung vor, sondern das Ganzegeschehe in dem gläubigen Menschen, der kommunieirt; so hattendie Worte Christi: das ist Mein Leib, in sich gar keine Wir-kungskrast und wurden nur ausgesprochen, um das Andenken derAbendmahlsfcicr beizubehalten. Der Glaube im Augenblicke desGenusses könne nur die Wirkung des Sacramentes hervorbringen.Nach dem Tode Melanchtons (19. April 1569) hielten die sächsi-schen lutherischen Theologen im I. 1561 zu Dresden wieder eineZusammenkunft, wo sie die jetzt gegebene Lehre vom Abendmahlannahmen und in ganz Sachsen verbreiteten.
Bei allen diesen wesentlichen Abänderungen der Confession —denn hielten die Lutherischen diese Abänderungen nicht für wesentlich,so hätten sie solche gar nicht zu unternehmen brauchen — wurdedieselbe im öffentlichen noch immer für die Augsburgische Con-fession ausgegeben. Die lutherischen Gemeinden wurden weniggewahr von diesen Ncligions-Verhaudlungen ihrer Gelehrten; esdauerte ungefähr 59 Jahre, wie Grctser bemerkt, ') ehe diegemeinen Lutherauer von der verschiedenen Abänderung ihrer Con-fcssiousschriftKenutniß erhielten. Nach Dr.Köllner ist eS wenigstensgewiß, daß eine lange Zeit verstrich, ehe die Aendcrung Melanchtonsgerade in der lutherischen Kirche, die doch am meisten dabei interes-sirt war, eigentliches Aufsehen erregte. In den Clevisch- Jülich-und Bcrgischen Landen stand noch die alte Lehre Luthers fest, daßdas Brod der wahre Leib und der Wein das wahre Blut sei, wiedie oben bezogene vom Herzog Wolfgang Wilhelm im I. 1612den Lutherische» übergeben? Kirchcuordnuug beweiset. Auch in derClcvisch-Märtischcn lutherischen Kircheuordnung vom I. 1687 wirdnoch auf die Lehre der alten Augsburgischen Confession vom Abend-mahl«: hingewiesen.
Nachdem der Graf Leopold von Kollo nitsch Bischof zuNeustadt, seiner vierfachen Ausgabe der Augsburgischcn Confessionaus der Wiener Bibliothek, im Jahre 1681 einen zweiten Thcilzugegeben hatte unter dem Titel: ^nli-niKiistnnuOanl'as^i«», das ist,Augsburgischen Bekennt »iß Gegen lehr oder gründ-
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