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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
Entstehung
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Der Reichstag .zu Augs bürg im Jahre 153i)und die Vorlegung der protestantischenBekenntnis) - Schrift.

.-^er von Kaiser Carl V. im Jahre 1530 gehaltene Reichstag znAugsburg hat wegen der auf demselben abgelesenen und überreichtenlutherischen Bekcnntnißschrift nicht nur für Deutschland, sondern für dieganze christliche Welt eine besondere historische Bedeutung gewonnen.Bon daher trägt das erste symbolische Buch des Protestantismus denNamen Augsbnrgische Confession; von daher datirt sich desLntherthums erste confcssionelle und politische Subsistcnz. Vor demJahre 1530 war die Lehre Luthers in dem deutschen Reiche nochverpönt. Denn durch die päpstliche Verdammung der neuen LehrsätzeLuthers, wodurch er zugleich in den Kirchenbann gelegt wurde (15.Juny 1520, 3. Jan. 1521.) und durch das Wormser Neichsedict (8.May 1521,) wodurch Luther auch zugleich in die Neichsacht erklärtworden, war die neue Lehre von dem ganzen deutschen Bodenverwiesen und als Irrlehre geächtet. Allein da mehrere der neuenLehre zugethane Fürsten unterließen oder sich weigerten das WormscrEdict in Vollzug zu bringen, vielmehr durch ihre Macht Vorschubund Schutz leisteten, so konnte sich Luthers Anhang und Lehreverbreiten und befestigen. Das Athenäum und der Hauptplatzwar immer Wittenberg, wo IN. Martin Luther als Professordaselbst zuerst angefangen, und wo etwas später, als Luther aufder Wartburg verweilte, IN. Carlstatt zu stürmen anfing,wie die Zeitung von Wittenberg vom Jahre 1521 bei Strobelsich ausdrücket. ')

) G. Th. Strobel, Miscellannen literarischen Inhalts. V. Sammlung.S. 119.