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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
Entstehung
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Religions- und Wostphältschcn Friedens willen zur Sicherheitder Protestanten nochwendig sey. Und es werden sogar hier undda von neuem auf alle darin enthaltene D Lehren (Dogmata)die Neuangehcnden im Lehramte eidlich verpflichtet. Was istmit dieser Verpflichtung auf ein Euch wohl gemeint? Ich denke:

1. Daß sie wissen sollen, was in dem Buch steht.

2. Das sie alles darin für Wahrheit halten sollen.

3. Daß sie so lehren sollen, wie in dem für symbolisch oderton gebend erklärten Buche steht.

Hier sind der Jneonscqucnzen nicht wenige." ?c.

II.

Ist die Anekdote, womit der Katechismusüber die Unterscheidungstehren der evangel.Kreissynode Duisburg schließt, eine wahreund sichere Geschichte?

^?s ist nicht nöthig, das zu beweisen, was man alle Tageerfährt. Wo wichtige Angelegenheiten, die zwei oder mehregegeneinanderstehende Partheicn berühren, im Staate oder in derKirche verhandelt werden, ist die hundertzüngige Fama allezeitbeschäftiget; die Gerüchte durchkreuzen sich und jede Parthei nimmtdas als Wahrheit sorgfältig auf, was ihr günstig ist. DiePhantasie selbst ist hierbei eine fruchtbare Mutter. WaS sie heute

>)Die Sicherheit der Protestanten ist wahrlich nicht mehr in der Augs-burgischen Confession; auch wohl nicht im Relizions- und Westphä'lischen Friedenzu suchen, sondern in ihrer Macht-Vereinigung und Klugheit."

2) Ich weiß, daß sehr angesehene Theologen meinen, man verpflichte nureidlich auf die Grundlehren in den symbolischen Wuchern. Welche aber diesessind, das hat noch niemand ganz widerspruchlos bestimmt; und sind es wirklichGrundlehren, so sind sie es, um ihrer allgemeinen heilsamenWahrheit, nicht weil sie in den symbolischen Büchern stehen."

2) Würdigung der symbolischen Bücher nach den jetzigen Zeitbedürfnisscn.Nebst einer Vorrede von Herrn Hr. Augusti. Jena, 1799. Seile 362.