4»
lichcr Beweis des unter den Lutheranern vor undnach deinTodt Martini Lutheri u n d P h i l i p i M e l a n ch -tonis entstandenen und wirklich bcschehenen Abfallsvon den Augsburgischen Bekenntnist rechten Verstandauß dero Bundtsgenossen, Theologen/ Universitätenund Stätten, bevorderist, so dem Concordibuch umbdas Jahr 1580 unterschrieben, eigenen Zeugnissengeholet und vorgestellt und hierin von Artikel zu Artikeldie Abweichungen und Veränderungen hervorgehoben hatte, gabder Churfürst von Sachsen Johann Georg III. dem damalsberühmten lutherischen Theologen auf der Universität Leipzig, I)r.Vnl. ^Ulmrli den Auftrag, die Schrift antmuSustnna Oonkessi«des Bischofs Leopold von Kölln itsch zu widerlegen. Soerschien im I. 1584 zu Leipzig bei Georg Heinrich Frommandes Dr.Alberti gründliche Widerlegung eines Papsti-schcn Buches, so auf Befehl des Hr. Graf. Leopoldvon Kolluitsch?c. in Wien herausgegeben :e. und darintheils der augsburgischen Confession eine höchst schäd-liche Veränderung des Textes, theils den Augsburgi-schen Confessions-Verwand ten der allerschändlichsteAbfall von dero Inhalt zur Ungebühr beigcmesseuworden, vr. Alberti wendet alle Kraft der Polemik an, umden gemachten Vorwurf zu beseitigen; wie dies ihm geglückt ist,mag die Antwort auf die vorgerückte Veränderung des 10. Artikelsvom Abendmahle beweisen. Im II. Theile, Kap. III. Fr. 8.Seite 143. schreibt er: „Wahr ist es zwar, daß die Augsb. Con-fession der Gestalt des Brodts und Weins im H. Abendmahlalldar gedenkt, allein sie redet ihrer Gewohnheit nach mit demheiligen Geist ') welcher, wenn er der Gestalt eines Dinges gedenktdesselben Wesen nicht so wohl auß- als einschließet und daruntermit versteht." — Eine meisterliche Widerlegung! kann man sichhier nicht des Mclanchtons eigener Worte bedienen? Ilac uitv«>mn!« sentontig, patorit eliuli. Durch diese Kunst läßt sichseder Lehrsatz verdrehen. Doch wir wollen unser Zic^die geschichtliche Untersuchung nicht vergessen und unicht in eine Polemik einlassen.
0 Melanchton halte sich bezogen auf die Lehre der Römischen und Griechi-schen Kirche, auf die Meinung der alten Kirchcnvä'tcr. Siehe oben.