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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
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Erklärten nicht die ganz klaren Worte Jesu im Evangelium: dasist mein Leib, die Lutheraner anders, als die Zwinglianer,und die Lutheraner selbst wieder anders vor der Uebcrgabe ihrerConfcssi'on, und anders nach derselben? Man hätte zuvor einenunfehlbaren Ausleger ermitteln müssen, der von allen Theilenunbedingt als solcher angenommen worden wäre, ehe man sich ineinen Bibeldisput einlassen konnte. Der alte Tertullian hat hierinuns Katholiken eine immer bleibende Warnung gegeben.DieJrrlebrer verwirren dadurch viele, daß sie sich auf die hl. Schriftberufen. Und hier ist die Sache, worüber wir ihnen begegnenmüssen. Aus der hl. Schrift aber können wir mit ihnen nichtdisputiren. Wir folgen dem Apostel, der eS uns verboten hat,uns mit ketzerischen Menschen näher einzulassen. Es ist auch umanderer Ursachen willen ein vergebliches Unternehmen. Denn derJrrlehrer nimmt einige Theile der Schrift nicht an, oder hat Zu-sätze bei derselbigen, oder schneidet etwas davon ab, oder nimmtsie sonst nicht ganz an, oder giebt ihnen einen verkehrten Sinn.Was wirst du gewinnen, du magst in der Schrift so erfahrensein, wie du willst? Da sie uns überdies alles dessen hinwiederumbeschuldigen, so weiß der Dritte, dem zu gefallen man allenfallsden Streit anfängt, nicht mehr, wem er glauben oder nicht glaubensoll." ch Aus den Schriften und aus den Zeugnissen damaligerGelehrten muß man den Charakter und die Kenntnisse des Eckbeurtheilen. Nach Cochläus, Ulenberg, Possevin: denenFleury in seiner Kirchengeschichte beistimmt, war er ein nicht mitminder aufgewecktem als durchdringendem Verstände, mit richtigerBeurtheilungskrast, mit hoher Gelehrsamkeit und einem erstaunens-würdigen Gedächtnisse begabter Mann, der nicht nur aus derBibel sondern auch aus den Kirchenvätern große Stellen wörtlichherzusagen wußte. Er verstand sich nicht auf leere Ausflüchte,

das göttliche Wort aus der Quelle (der Bibel) selbst, wo ihr esdann lauter und unverfälscht einnehmen könnt; aber ihr mußtja nichts anders in der Bibel finden, als wir darin finden.Nun, lieben Freunde, sagt uns lieber, was ihr in der Bibel findet, damit wirnicht unnöthiger Weise darin selbst suchen, und am Ende, was wir darin ge-funden haben vermeinten, von euch für unrichtige Auslegung derselben erklärtwerde."

I l,idr. de prosoriptlonib. Hwrottoor. tloig). 17. 1'um. II, edit.Hamlor. pax. ZI.