Druckschrift 
2,2 (1812) P - Z
Entstehung
Seite
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ne zu den Zündtlöchern von der vorhergehenden etwas verschieden.Das Geschütz ruhet hier ebenfalls auf einer Bank, die aus den indie Erde gegrabenen schwellen N, den Ständern X und den Lager-balken VK Kix. Z und 4. bestehet. Die Trager oder Sättel lassensich vermittelst ihrer unten durchgehenden Zapfen nach Willkührverschieben und verkeilen. Der Balken II ist um einen Bolzen be-weglich, und trägt die z Docken bbä, welche eiserne Büchsen ha-ben, um die Bohr »Spindel co und die Schraube V aufnehmen zukönnen. So kann E n unk derselbe Arbeiter mit der linken Handden Drillbogen deö Bohrers bewegen, unk mit der rechten ihndurch die Schraube V gegen das Rohr andrücken.

Um ein ausgebranntes Zündtloch auszubohren und zu ver«schrauben, sind 6 Mann, und lo bis 12 Stunden Arbeit erforderlich.

Bei dem kleinen Gewehr ist das Zündtloch ebenfalls auf deruntern Fläche der Seele cingebohret, und zwar so, daß eS ohuge»fähr Z Liu. hinter dem Anfang der Schwanzschranbe trifft, in diemau nachher einen Kanal für das Zündtpnlvcr ausfeilet. Bei eini-gen Armeen hat man zugleich das Zündtloch nach innen trichterför-mig erweitert, daß bei dem Ansetzen der Ladung das Pulver herausauf die Pfanne getrieben wird, und daher nicht aufgeschüttet wer-den darf. Diese Erweiterung des Zündtlochcs geichiehet vermittelstdeS unter dem Arrik. Fcucrgewchr beschriebenen und 1Rb. VIII.kiA- l. vorgestellten Zündlochscnkers, und gewahret den aller-dings sehr wesentlichen Vortheil. daß der Soldat nicht nur schnel-ler," sondern auch im Gehen und Laufen, eben so gut als bei derNacht laden kann, ohne das auf die Pfanne bestimmte Pulver zuverschütten. Zwar haben die Gegner dieser trichterförmigen Zündt-löcher eingewendet: r) daß sie früher ausbrennen, als die gewöhn-lichen Zünvtlöchcr; 2) daß die dadurch bewirkte Geschwindigkeit desFeuers das Gewehr sehr bald und so sehr erhitzet, daß der Soldatden Lauf nicht mit der bloßen Hand anfassen kann, sondern sich ei-nes dam bestimmten Leders bedienen muß. g) Da zu dem Selbst»ausschütten des Jündtpulvers eine mit zwei Zuglöchern versehenePfanne unentbehrlich ist, so wird durch diese das'Fortglimmen deran Rohre zurückgebliebenen Schlacke des Pnlvers (oder vielmehroes Schwefelkohlenstoffes) begünstiget, und dadurch die Entzündungd r neuen, in den Lauf gebrachten Patrone verursachet. Manmißt dieses zwar gewöhnlich der Erhitzung des Rohres bei; alleines ist kiar, daß dieser Grad der Hitze des noch dazu mit Ruß über-zogenen Eisens kein Scbicßpulvsr entzünden kann. 4) Daß beidem Marfchiren mit geladenem Gewehr das Zundipulver leichtdurch die Zuglöcher der Pfanne verschüttet werden kann. 5) Beifeuchter Witterung verwandelt sich der anhängende Dampfim Rod sdurch die hindurch streichende Luft eher und mehr in einen nassen-Schleim, an den sich alsdann die Pulverkörner im Zündtloche an-' Ngcn, so daß bei dem Laden Nichls auf die Pfanne heraus fällt.