tischen Salze, die ihren Namen von den zu ihrer Herstellung ge.brauchten Sauren erhalten« Die Verwandnchafren des Zuins zuden Säuren stehen in folgender Ordnung: Salzsaure. ^Korsianre,Schwefelsäure, Sauerklcesäurc, Weinsteiniaurc, Arseniksäurc, Phos«phorsäurc, Salpetersäure, Bernstcinsaure, Flußaure, Citrvnen»säure, Essissäurc, Borarsäure, Blausäure.
Mit den Metallen tritt das Zinn leicht in Verbindung, undmackt sie härter und spröder, (siehe Legirung) das Blei aus»genommen, mit dem es eine sehr leichtflüssige, geschmeidige Mi-schung bildet, die zu mancherlei technischen Arbeiten sehr brauchbarist. Mit dem Kupfer setzt das Zinn das Kanonen metall oderStückgut, die Glockenspeise und die Bronze zusammen, jenachdem dem Kupfer mehr oder weniger Zinn beigemischt wi d.
Man findet das Zinn orydirt, und in mancherle' Verhältnis«sen mit Schwefel und Esten verbunden. Seine Erze sind nicht sehrverschieden; sie unterscheiden sich vorzüglich in drei Gattungen:
1.) Kalkartige, von schwarzer, brauner oder röthlicher Farbe;die Zinn graupcn, (Mine ä'sickain colvre) in denen sich E senund Arsenik findet.
2.) Eine Art Stalactiten, die aus der Zersetzung der Zinngrau»peu entstanden zu seyn scheinen, denn man findet sie östers in denHöhlungen der letzteren. Man beleget sie gewöhnlich mit dem Na«men des Holz.Zinnes.
?>) Der Zinnkics, (8ulkure ä'bltain) der nach KlaprothSZergliederung in loo Theilcn
zg Theilc Zinn,
Zf> — Kupfer,
25 — Schwefel«
Z — Eisen,
2 — Erden enthält.
Um die Zinnerze zu gut zu machen, werden die arsenikhaltigenin Rostgruben oder besonders dazu bestimmten Oefcn geröstet, umden Arsenik auszutreiben, und sie leichtflüssiger zu macheu. DisicSRosten der gröblich zerschlagenen und gewaschenen Erzstückcn gc-schiehet entweder in einer Nöstgrube, die drei Klaftern lang undbreit ist, und in welcher das Rösten mit Scheitholz geschiehst; oderes wird in einem besonders dazu bestimmten Ofen verrichtet, der fastganz die Gestalt eines Backofens hat. Hier wirb ebenfalls mit Holzgefeuert, und wenn der Ofen genugsam erwärmt ist, wird das Erzdurch die oben in der Haube befindliche, ä Frist große Ocsfim -g ein-gclchüttct, und mit einer Krücke unausgesetzt 'durch einander ge«rührt, bis sich keine blaue Flamme mebr zeiget, denn daran erken-net man die Veiflüchiigung dcS Arseniks und die Beendigung derArbeit. ^DaS Erz wird hierauf aus dem Ofen hcrausgezog.-n, undmir Wasser begossen, das davon eine dnnkelroihc Farbe b sim - t.Zu Marienberg in Sachsen wird der Zinnstein anstatt dieses Ofens