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2,2 (1812) P - Z
Entstehung
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Zun

in einem gewöhnlichen WlndoftN verröstet, wo auf einem vor demMnndlv'de befindlichen Roste gefeuert wird, das; die Flamme überdem zu Menden Stein hinweg streichet.

Nachdem der gerostete Zinnstein nochmals klar gepocht worden,wird er in einem langen und schmalen Ofen verschmolzen, der ansfcnerbestand gen Steinen aufgemanert ist, und hinten die Formoder die Oeffnung für die Gebläse, vorncn aber das Auge hat,durch welches das Zinn in den Vorhccrd abfließt. Der Hecrdwird hier nickt mit Kohlengestübbc ausgeschlagen, sonder» das Per-schmelzen geschichet unmittelbar auf dem — 12 bis 15 Grad vor-wärts geneigten -— Sohlstein, ans den das Erz mit nassen Kohlenabw chselnd geschüttet , und wenn sich das Werk anzulegen an-fangt, der Ofen unren mit einem Dakcn aufgemacht wird, damitdas Zinn zugleich mit den Schlacken heraus fließt. Wenn der Vor-liege! voll Zinn ist, wird derselbe abgestochen, und das geschmol-zene Metall in die Zinngrubc gclaffn, von wo es auSgebolnn undgewogen wird Dieses noch unreine Zinn wird endlich nochmalsauf ^cm Floßhccrd eingeschmolzen, und in dünne Scheibe» ge-gossen. Siehe Floßosen.

In Engclland wird der Zinnstein in einem Windvfcn geschmol-zen, desseissRauchfang sowohl als die Zinngrubc außerhalb dcSGebäudes ang bracht ist. Der Hcerd ist von Ziegeln gemauert, dieauf starken eisernen Stangen ruhen. Dem Erz wird eine sehr zcr-rcibliche Steinkohlen - Art zugesetzt, die man Colm nennt, und dieviel Erbpech, aber nur wenissSchwescl zu enthalten scheint» 5 Ctr.dieser Kohlen werden, mit eben so viel Zinnstein vermengt, in denschon heißen Ofen geschürtet, und 5 bis 7 Stunden darin gelassen,worauf man die Thüre öffnet, um den Fluß zu untersuchen, aufden man mehrere Schaufeln Colm schüttet, und vermittelst einerSparte untcrrühret. Wenn das Zinn abgestochen worden, ziehetman die darauf befindlichen Schlacken ab, schäumet es und gießtes in viereckige steinerne Formen.

Um eS zu reinigen, wird es nochmals in einem Windofen beischwachem Feuer qenhmvlzen, und zuletzt in r Fuß dicke Blöcke ge,gössen. Diese Blocke theilen die Engelländer der Hohe nach in zTheilc, wovon sie der ober» Platte, als der reinsten, Z pro Lto.Kupfer zusitzen, um ihm mehr Dauer zu geben. Die mittlerePlatte ist ein spröderes, weniger reines Zinn, und bekommt einenZusatz von 2 pro Lto. Kupfer und 5 pro Cto. Blei; der unterstenPlatte endlich, die noch spröder ausfällt, werden deshalb ro pro Lto.Blei zugesetzt. Man stehet hieraus, daß das Englische Zinn beiweitem nicht so rein ist, als man allgemein glaubet.

Um Eisen und Zinn zu legieren, muß letzteres zuerst i» Flußgebracht, und nachher das Eisen hinzugesetzt werden, denn nur aufdiese Weise vereinigen sich beide Metalle mit einander; im andern