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blicklich dle Entfärbung und Reinigung der Salpeterlaugc bewirken;so wird eine Mischung von 2 Thcilcn Alaun und g Theilcn Kvh»lenvulvcr auf ic>o Thcile Salpeter die Lang- wasserklar und vonallen fremdartigen Thcilcn geschieden darstellen, so dag man denSalpeter vom zweiten Sud gcbranchen und einer abermalige» Lau»tcrung desselben überhoben seyn kann. Schon Herr Lomitz Han-dies- mächtige Einwirkung des Kohlenpnlvcrs bemerkt, und sich des-selben seit dem Jahr 1788 zu Reinigung deS Salpeters bedienet.
Will man den Salpeter auf dle von Bcaums vorgeschlageneund nachher von Carny vervoilkommte Weise durch bloßeS Wa-schen läutern; muß er vorher klar gestoßen werden, damit ihndaö Wasser überall berühren und um so besser durchdringen kann.ZOo bis 600 Pfund dieses rohen Salpeters werden in ein Gesäßegclhan, mit 20 proLt. Wasser übergössen und umgerühret bisnach 6 bis 7 Stunden der Schweremesser (Wk'rometer) nicht mehrsteigt, wo die Lauge gegen Zo Grad ha >.n wird. Nachdem mandieses erste Wasser abgelassen hat, wird ein zweiter Aufguß von ic>proEt. gemacht, umgerührt und eine Stunde weichen gelassen.Wim drittenmal- wird endlich 5 pr-ckck. Wasser aufgegossen undsogleich wieder abgelassen. Der Salpeter wird zulezt ist einem Kes-sel mit 50 protck. siedendem Wasser ausgelost, wo der Schwere»messer ü6 bis <>8 Grade anzeigen muß. Diese Auslösung sängt ineinem Anschießgcfäße nach einer halben Stunde sich zu krystallisirciian, und nach vier bis sechs Stunden sind ohngcfähr z des ausge-lbsten Salpeters angeschossen, wahrend welcher Zeit er beständigumgerühret werden muß, damit er ganz schwache, nadclförmigeKrystallen bildet, die um so leichter und schneller austrocknen.Nachdem der Salpeter in Kdrbc zum Ablaufen geschüttet worden,wird er in Trögen mir einem doppelten Boden mit proEt. reinemWasser gewaschen und zulezt auf Tafeln einige Stunden an derLuft getrocknet. Vorthellhafter ist es jedoch ihn zu brechen, zuwelchem Ende 60 bis 80 Pfund in einen eingemauerten Kessel ge-schüttet und mit etwas wenigem Wasser übergössen, so daß dasselbe1 Zoll hoch über den Salpeter gehet. Wenn lcztcrer ans diese Weisebe> gelindem Feuer zergangen, wird er mit metallenen Brechschelrcnunaufhörlich umgerührt, und durch starkes Kochen die Feuchtigkeitverdunstet. Er wird endlich nach 2 Stunden völlig trocken undzerfallt in ein feines weißes Mehl, daS in gewärmte Multen ge-faßt, durch ein Haarsieb geschlagen und zulezt in Fässer gespundetwird. Man kann auch die vorerwähnten nadelförmigcn KrystaLen6 Zoll hoch in einen flachen Kessel schütten, und zwei oder dreiStunden lang bei einer Temperatur von 40 bis 50 Graden deSReaumürschen Thermometers unter stetem Umrühren halten, wo-durch er, wie vorher, in ein seines Mehl verwandelt wird.
Die alten F.uerwerker pflegten wohl auch den raffmntcn Sal-peter in einem Schmelzticgel zu schmelzen, und nachdem sie ihn ver-mittelst zugeschütteten Salmiaks gereiniget — weil er dadurch zu