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2,2 (1812) P - Z
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Sal

dcrholt, indem man zugleich dabei der Lauge den nöthkgen Zusatzvon Kali zu geben such:. Einige Salpetersicder vermischen zu demEnde die Salpctcrerde mit Asche; andere schütten nuten eine LageAsche in die Auslauge - Trage; andere lassen die Salpcterlauge mitAsche aussieben, oder mischen ihr in bcstüminen Verhältnissen Alchen»lauge bei. Aus welche Art aber auch die Sättigung der Salpeter»lauge geschehen ist, muß man sie nun in einem kupfernen oder ei»fernen Kessel abrauchen laßen, um den in ihr aufgelösten Salpe»ler zu erhalten. Man sezt dieses Kochen einige Tage fort, indemman von Zeit z» Zeit die vcrdunsicre Lauge durch frische ersetzt, bissie so mcu ins Enge gebracht ist, daß sie durch bloßes Abkühlen ihrSalz hergkebr. Sie wird nun in irdene, eiserne oder kupferne An»schießfäsicr geschüttet, wo man sie einige Tage ruhig stehenläßt, bis der Sa.'oeicr in Knistallen sich an dem Boden und anden Wanden des Gefäßes aogcsezr hat, und die zurückgebliebeneFeuchtigkeit abgegossen werden kau». Diese lcztere (die Mutter»lauge) wird m:: neuer Lauge vermischt, und wie vorher durch Ko»chcn eingeeligk.

Enthält der Salpcr vieles Salzsanrcs Natron sKochsalz)bcnuzt man die Eigenschaft desselben: sich durch Aufschäumen da»von zu scheiden, indem man nach einige Zeit fortgescztcm Abdam»pfen das Kochsalz mir einer Schaumkelle abschöpft, und in einen,über dem Sicdekcsscl aufgehangenen Korb geschüttet, damit die ab»tröpfelnde Lauge nicht verlohrcn gehet.

Der Einmal gesottene Salpeter, der gewöhnlich auch Sas»pcter vom ersten Sud, oder roher Salpeter heißt, kau»jedoch so wie er ist, nicht zu Verfertigung des Pulvers augewcn»der, sondern muß vorher erst geläutert werden. Dieses geschichctentweder durch wiederholtes Abkochen und Anschießen; oder durchöfteres kaltes Waschen, oder endlich durch den Zusatz einer Sub»stanz, welche die Absonderung der fremdartigen Theile befördert;denn die Erfahrung hat gclchrct: daß der Salpeter ohne einensolchen Zusatz dreimal in Wasser ausgelöst und wieder krpstallisiretwerden muß, um ihn vollkommen rein zu erhalten.

Das ehemalige Verfahren bei der Läuterung des Salpeter»bestand darinnen: daß man 20x00 Pfund rohen Salpeter in 1600Pfnud reinem Wasser bei Anfangs gelinder Wärme auflöst, undnachher zum Kochen bringt; worauf man 12 Unzen Tischlerleim,in siedendem Wasser aufgelöst und mit 4 Eimern kaltem Wasservermischt, hinzuschütrer, um die Lange abzuschrecken und das Auf-schäumen zu befördern. Nachdem alles aufgeschäumte Kochsalz mitSchaumkellen hinweg genommen worden/schöpft man die Laugein die kupfernen Anschießfässer, die man sorgfältig zudeckt und nachetwa fünf Tagen die Krystallen heraus nimmt. Weil jedoch nachden Versuchen des Prof. Gadolin in Schweden der Tischlerleimnur die mechanisch beigemischten Unreinigkeiten von der Salpcterlangeabsondert, die Kohlen aber in Verbindung mit einer Säure äugen«