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der man dreieckige Pfeiler bildet, die man nachher ml? einer Mi-schling von Mutterlauge, Urin und Misiwassr benezt. Man lau«g«r diese Erde nur allcchrei Jahre aus, und bestreuet sie im erstenJahre mit klar gestoßenem gelöschtem Kalk. In der Schweiz, imKanton Appenzell, Venuzl man die an den steilen Abfange», der ster-be gebaueren Viehsiälle zu Hervvrbringung des Salpeters. Dadiese Ställe auf den Seilen des Abhanges auf steinernen oder höl-zernen, Z Fußhohen, Pfeilern ruhen, grabt man unter ihnen eine et»wa drel Fast tiefe Grube, die man mit lockerer Erde ausfüllt,und diese von drei z» drei Jahren auslauget, wo denn ein mäßigbesezter Stall gegen iooo Pfunv Salpeter liefert. Im Allgemei-nen" würde man 'alle Bauernhöfe und Meiereien auf Salpeter be-nutzen tonnen, wenn man i» die Stalle r Fuß hoch salpctecsähigcErde schütter, — die aus schwarzer Gartenerde, den Abgängender Gernnste :e. bestehet — und den auf diese Erdlage fallenden Mistsorgfältig hinweg nimmt, um ihn zu dein Düngen der Felder an-zuwenden. Sind nun auf der Meierei nur ein Pferde» ei» Kuh»und ein Schassiall, icdcr dreißig Qmrdratfoß groß; so wird derBesitzer ighrlich 1550 Pfund Salpeter auslangen können, in dersehr mäßigen Voraussetzung : daß der Würftstuß Erve Z Unzen Sal-peter giebt. ES läßt sich hieraus leicht schließen: daß auf dieseWeise selbst eiu unbedeurender District mehr Salpeter liefern kann,als die gröste» Salpcrerhüttcu hrvorzubriuge» im Stande sind. ESist jedoch hierbei zu bemerken: r.) daß die Erde völlig ausgetrock-net sein muß, che man sie wieder zur Salpxrererzcugrmg anwendenka»; es würde sich außerdem eine nachtheilige harte stunde auf ihrbilden. 2.) Ist zwar die schon ausgelaugte Erde geschickter, Sal-peter zu liefern, als frische; sie behalt aber diese Eigenschaft nur et-wa zehen Jahr, und muß daher immer mit frischer Erde vermischtwerden, um sie desto länger brauchbar zu erhalten. Man würdedurch eine solche Tiurichluug im Stande sei», de» nöthigen Salpe-ter selbst zu erzeugen, ohne der Beihülsc deS ausländischen Salpe-ters zu bedürfen, dessen vorzüglich aus Podolicu eine sehr großeMenge nach Deutschland und der Türkei verführet wird.
Hat man sich durch den salzigen scharfen Geschmack, oder durchein, in die Salpetercrde gestoßenes glühendes Eisen — das dadurcheinen weißen Uebcrzng bekommt, — von der guten Beschaffenheit,d. h. den hinreichenden Salpetergehalt dieser Erde überzeugt; wirdsie, nachdem sie einige Zeil der freien Luft ausgcsezr gewesen, ineinem Gefäße ausgelanget, treffen Boden mir einem Loch und daraufpassenden Pfropf versehen und mit Stroh oder schwachen Reisernbedeckt ist, damit die von dem Wasser losgcwcichtc Erde das Lochnicht verstopft» kann. Nachdem oas auf die Salpeiererde gegosseneWasser g b>? 6 Stunden a ff derselben ruhig gestanden hat; vfnetmau das Lo.v im Boden, und laßt das Wasser in eiu unrcrqesez-reS Faß abstießen. Da d'e 'eS einmal üvcrgosseae Wasser noch nichtgenug Salpererrheiigen enthalt, nmd eö gewöhnlich dreimal wie-