Sal ily
wandtschaften: Barnt; Kali; Natron; Strontian; Kalk; Ammo-niak; Talkcrde; Bcrnllcrde; Thonerde; Airkoncrdc.
Auch mit den Metallen tritt die Salpetersäure in Verbindungund bildet mit ihnen, thcils krystallisirbare, thcilS nicht krvsiaili»sirbarc, Salze, die jedoch zum Kriegsgebrauch keine Aurvendungleiden. Man kann jedoch vermittelst dchSalpctcr» und der Schwe-felsäure so wie ihrer Wahlverwandschaften die Beschaffenheit und daSVcrhältniß gemischter Metalle bestimmen. Man ,ehe Untersu-chung des Stück metallS.
Galpeter (bütrnte ste potasge oder lsiltre auch 8a!petrs)ist zwar in Absicht seiner chemischen Eigenschaften schon beschriebenworden, verdient jedoch als das vornehmste Bcstandtheil des Schieß»pulvers hier eine genauere Darstellung seiner Bereitung undnigung im Großen.
Er erzeugt sich gewöhnlich an feuchten, mit zersezten animali-schen und vegetabilischen «Substanzen angefüllten Orten, in nicht zntiefen, nur wenig erleuchteten Kellern; in engen von hohen Häu-sern eingeschlossenen Gassen, wohin die Sonncnstralcn niemals drin-gen können. Hier bildet er sich vorzüglich auf der gegen Nordenliegenden Seite, auf dem untern Theile der Mauern nahe an derErde, besonders wenn diese den Ausdünstungen faulender Thicr-undPflanzenstoffe ausgesezt sind. Die lockersten Mergelnden, vorzüg-lich wenn sie etwas wenig Ocker enthalten oder mit Thon vermischtsind, befördern die Erzeugung des Salpeters am meisten, die übri-gens in warmen Landen schneller als in kalten, und in lockerer trock«ncr schneller als in fester und feuchter Erde erfolget. Im Allge-meinen ist die Erde des Fußbodens alter Viehställe und Miststatten,der Brauhäußer und Färbereien, der Schutt von Brandstellen, derKalk und Leimen von alten Mauern und eingefallenen Gebäuden,der Schlamm aus den Stadtgraben und die ausgelaugte Seifen-sieder» Asche zu Hervorbringung des Salpeters sehr geschickt. DieseErden werden an bedeckten, gegen Sonne und Wind geschützten Bo»'den dem Einfluß der freien Lnft ausgesezt, damit ihre Bestandthcil«sich hier auflösen; ohne daß sich jedoch ihre Grundstoffe verflüchtigen,weil dies die Verbindung des Stickstoffs mit dem Sauerstoff —die zu Erzeugung des salpetersauren Kali's unentbehrlich ist — ver-hindern würde. Denn indem der Stickstoff aus den faulenden thie»rischcu und Pflanzen - Körpern frei wird, vereiniget er sich mit dem,als Gaz der Luft beigemischten, Sauerstoff, und bildet mit ihm dieSalpetersäure, die sich nun auf das in jene Substanzen enthalteneKali wirft, und es in Salpeter verwandelt. ES ist jedoch nichthinreichend: bloS die erdigen, thierischcn und vegetabilischen Sub-stanzen aufzuhäufen; man muß auch die übrigen Bedingungen herbeiführen, unter denen die Erzeugung des Salpeters gcschichet, indem maneine zu große Menge Erde zu nehmen vermeidet, die blos viel Raum er-fordert, ohne mehr Salpeter hervor zu dringen. Das richtigeVerhältnlßder Grundstoff, aber beruhet aufder Reinheit und Vcrttzech.mg der Et»