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leitet wird, durch Elcekrisiren der Salpetersäure oder durch Einwir-kung der Sonncnit.alcn; den Stickstoffs hingegen erhält man ausihr bei dem Durchgang salpetcrsaurer Dämpft durchglühende eiserneRöhren. Künstlich erhält man übrigens die Salper säure durch Zer-legung des EisenorpdS, des Kiesels, oder der Schwefelsäure; na-trulich aber entstehet sie durch Einwirkung der Electricität ans dieatmosphärische Luft, oder und vorzüglich wohl durch die Fäulnis;organischer Substanzen; denn man erhalt das salpetersaure Kaliaus Erden, in der man vor dem Zustande der Fäulnis, durchauskeine Salpetersäure entdecken kann. Durch die Verbindung der Sal-pelersäure mit Laugcusalzen und mit Erden, entstehen die salpe»rersauren Salze (Nitrates) die im Glühcfcuer SanerstoffgaSmir Stickgas vermengt entwickeln; mit Schwefelsäure übergössen,braune Dämpfe erzeugen; und mit orvdirbaren Körperu verpuf»fen, d.h. mit einem lebhaften Geräusch verbrennen. Nach ihrenBestandihcilcn unterscheiden sie sich in alkalische und erdigre; dieersten sind:
1.) daS salpe ter saure Kali, oder der gemeine Sal-peter, (blitrsts c!s pntusss) das einen kühlenden, dabei aberscharfen und bittern Geschmack besitzt, sich i» 7 Theileu kalten,aber In beinahe gleichen Thcilen warmen Wasser auflöst, und imFeuer noch vor dem Glühen schmilzt, wobei sich viel Sauerstoff«gas dann Salverergas und zulezr Stickstossgas entbindet. DiesesSalz erscheint in sechsseitigen prismatischen Krvstallen und bestehet
Kali. Salpetersäure Krystattisanonswasser«nachBergmann aus:0,49 o,ii>
Kirwann o,6z <o,z6 o, 7
Weigel 0,48 0,34 0.1b!.
Wird das salpctersaure Kalt mit reiner Kohle vermengt und einerhöhern Temperatur ausgesezt, so erfolgt ein sehr lebhaftes Verpuf-fen, während dem sich der Kohlenstoff mit dem Sauerstoff verbin-det/und der Stickstoff entweicht. Sczt man jener Mischung nochSchwefel zu, geschiehst die Entzündung schneller uns die ErplosionIst lebhafter, weil die hier entstehende schweflichte Säure «Heils dieKohlcnstoffsäure aus dem Kali entbindet, thcils auch weil der Schwe-fel mit der Kohle in Verbindung tritt, und dann mit dem Saner-stoffgaS aus eine unglaublich heftige Weise verpuffet, und wahr-scheinlich den größten Einfluß auf die unqchcucrn Wirkungen desSchießpulverö hat. Drei Theile trockucr Salpeter kudlich, mit 2Thcilen Kohlenstvffsauren Kali, und 1 Theil Schwefel vermischt,geben ein Knallpulver, das sich bei langsamer Erhitzung mit einemstarken Knall entzündet. Am leichtesten entzündet sied jedoch dassalpetersaure Kali mir dem Phosphor zusammengemischt, und schondurch eine» bloßen Druck oder Stoß, daher ist auch diese Mischungzum Kriegsgcbrauch nicht anwendbar.
2.) S a l p e re r sa u rc s Natron (ölitrats äs 8c>ust«) auchkubischer ooer R0hm b 0 i da l- Salpeter, weil er bei langsamem