Sai Sal
Andere, auch für Säuren ausgegebene Mischungen: Raupen,säure, Milchsäure', Kampfcrsäure; Zoonische Saure, welche durchdie trockne Destillation des Fleisches und anderer animalischen Par-tikeln erhalten wird, brenzliche Holzsaure, Schlcimsäure, und Wein«stcinsäure sind noch nicht durch hinreichend genaue Untersuchungendafür bestätiget worden.
.Im Allgemeinen dienen die Säuren vorzüglich zur Zerlegungund Verbindung der Körper, und erweisen sich bei den Alkalien,Erden und Metallen am wirksamsten, mit denen sie sich verbindenund dadurch die Salze hervorbringen. Die einfachen Säuren,mlt Einer Grundlage lassen sich durch entzündliche Körper zerlegen,und so ihre Grundlage herstellen. Die zusammengesetztenSäuren der zweiten Gattung werden in einer hohen Temperaturoder auch durch die Cinwixkniig des Sauerstoffs zerleget. Den lez.tcn enthalten sie alle mit eben demselben Radieai: Kohlenstoffund Wasserstoff, deren quantitatives Verhältnis die Beschaf-fenheit der Säure constitnlrr und ihr dadurch ihre» Namen erthci,let. Die Sauren der dritten Gattung bestehen auS Kohlenstoff,Wasserstoff und Stickstoff. Werden sie einer hohen Temperarur auS-gesezt, so bildet sich bei ihrer Zerlegung aus einem Theile ihres Was,serstvffs mit einem Theile Stickstoff das Ammoniak, ein Laugen,salz, das jedoch in der Artillerie keine Anwendung findet. Vonder vierten Art kennen wir nur eine Saure, und die der fünftenArt lassen sich weder durch eine erhöhcte Temperatur noch durch dieentzündliche Körper zerlegen.
Saigsrn des Rupfers beißt die Scheidung desselben von demSilber, weil leztcres sich lieber mit dem Blei alö mit dem Kupfervereiniget, und daher letzteres verläßt, sobald es mit Blei zusam-men geschmolzen wird. Das Silberbaliigc Kupfer erhält demnacheinen Zusatz, der gewöhnlich auf jedes Loth Silber 16 Pfund Bleibeträgt« Diests wird zusammen in einem Frischofen verschmol»zen. hierauf in die Frischpfanne abgestochen, vorsichtig mit anfge«sprützkem Wasser abgekühlt, und herausgenommen. Die auf dieseArt erhaltenen Frischstückcn werden auf den Saigcrheerd gebracht,wo sie nur so viel Hitze erhalten dürfen, daß wohl das Blei keines-wegeS aber daS Kupfer in Fluß kommt. Ist das Kupfer sehr un«rein, wird cS vorher noch gespleißet, wodurch man auch der Sff«bcrgehalt mehr in die Enge bringt. Das ausgcseigertc Kupfer wirdzulezt gar gemacht, wie schon oben unter den zugehörigen Artik.erwähnt worden.
Galpetersäure (Voists nitrlqno) bestehet nach LavvlsiersErfahrungen, auö 79,5 Stickstoffund 20,g Sauerstoff, und zeichnetsied durch ihren cigeitthümlichsn Geruch, so wie durch ihre großeFlüchtigkeit und durch ihre ätzende Schärfe von den übrigen Saurenaas. Sie läßt sich durch orydirbare Stoffe leicht zersetzen, undwird der Sauerstoff von ihr ausgcschieoen: wenn sie im süss genZustande siedend durchglühende irdene oder porcellancue Röhren ge-