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Grundriß der Geschichte der älteren, mittleren und neueren Zeit
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! Z) Herder Idee» zur Philosophie der Seschichrc der

Menschheit 3liga 17L4. 4 voll. 4 u. 8.

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Da die ungleich größere Mehrheit der cultivirten Men-schen in Ansehung ihrer gesellschaftlichen, ästhetischen undwissenschaftlichen Erisiciiz auf historischem Boden steht, sobedarf das Studium der UG. keiner besonderen Empfehlung.Es läuft mit dem Studium der Philosophie parallel, ge-wöhnt an krcisartige Veränderung und lehrt das

der mannichfaltigcn Vortheile, welche es dem Studie-renden im Ganzen und bey einzelnen Disciplinen gewährt,nicht zu gedenken.

1) Schiller Was heißt und zu Welchem Lude studiert manUniversalgeschichte? Jena >789. 8»

2) Wenn auch eine rein - historische Darstellung der immer voll-ständigeren , extensiv oder intensiv größere» Entwickelung derdem menschl. Geschlechte eigenthümlichen Anlagen wislingcnmüßte, weil fast eben so viele Thatsachen dagegen als dafürseyn dürften; so bleibt es dennoch nicht verwerflich, für dieUG- ein tcleologisches Princip, das Prodnct des Strcbenseines philvsophircnden Geistes nach Uebereinstimmung, nachVerbindung der Wirkung mit der Ursache, der Absicht mitdem Mittel, aufzustellen. Die Evidenz eines solchen Prin-cips wird problematisch bleiben, weil es nur in der indivi-duelle» Vorstellung vorhanden ist. Die Unterordnung derNothwendigkeit, an deren Leitbande Alles lauft, unter einerallwcisen Wcllregierung, deren Plan nur geahndet und ge-hofft werden kann; die Vereinbarung der unterbliebenen rei-fen Entwickelung deS Individuums und des demüthigendenGedankens, daß jede frühere Generation der folgenden auf-geopfert worden sey, mit diesem gehcimnißvoll verhülltenPlane der Weltrcgierung, ist Sache des Glaubens, des Rin-gens n>ch Unsterblichkeit, und darf Keinem verkümmert wer-den. Aber die bescheidene, ruhige Untersuchung und Beur-theilung der Thatsachen darf nicht darunter leiden und dasrein Empirische darf nicht durch gewaltsame Umbildung deSFactiscl cn zum nur scheinbar, gleichviel ob wisscnschaftlich-vder historisch-begründeten Mysticismus erhoben werden.