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Ein verschollenes Adelsgeschlecht der Oberlausitz in Preussen : [Koblitz oder Colbitz] ; nebst einigen Gedanken über die Nationalität alter oberlausitzircher Adelsgeschlechter
Entstehung
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Ig Ein verschollenes Adclsgeschlecht der Obcrlausitz in Preußen.

Statthalter zu Söhesten George und Haus „v. Kolbas" auszuzahlen. Nachseines Bruders George Tode wurde er noch 1519 zum Pfleger vonJohannisburg ernannt und fungirte hier bis zum Jahre 1522, in welchembereits Friedrich Herr zu Heydeck diesen Posten versahst) Man wird dochnur in ihn und nicht in seinem gleichnamigen im Testamente Hansensv. Lindenau genannten Bruder den Hans v. Kalbitz sehen müssen, der beimAusbruche des Polnischen Krieges im Jahre 1519 als Befehlshaber derBesatzung des wichtigen Grenzschlosses Soldau genannt wirbst) — AmMontage nach Vincentii (24. Januar) 1519 erfolgte ein Mandat des Hoch-meisters ail den Statthalter zu Rasteilburg, die dem Hans v. Lindenauschuldige jährliche Rente von 40 fl. aus der Pflege Nastenburg an Georgeund Hans Gebrüder v. Kolbas resp. Pfleger zu Johannisbnrg undStatthalter zu Sehesten zu zahlen, weil ihnen die Rente heinigefallen sei.

Auch in Johannisburg blieb Hans v. K nicht lange, denn wir sehenihn urkundlich im Jahre 1523 als Pfleger zu Ortelsburg bezeugt/) aberauch diesen Posten hatte er nicht lange inne, weil im Jahre 1524 ein Hansv. Kolwitz als Pfleger zu Grünhof genannt wird, der kein anderer alser sein kann, da der andere Hans v. K. 1517 nicht als Ordensbruderbezeichnet istst) Im genannten Jahre 1523 erließ der Hochmeister einen Befehlan den Statthalter zu Rasteilburg, den wegeil seines Widerstandes gegen dieAusbreitung der neuen Lehre gefangen gesetzten George v. Kalbitz auchnoch ferner in Haft zu behalten und den Pfleger zu Grünhof Hans v. Kolwitzaber zu veranlassen, die (im Rastenburgischen belegenen) Güter Georgs zuadministriren. Nach der Aufhebung des Ordens in Preußen legte er dasOrdenskleid ab und blieb (wie viele andere Ritter) im Lande, lim auch fernerim Dienste des ehemaligen Hochmeisters, nunmehrigen Herzogs Albrecht vonPreußen thätig zu sein. Schon vorher hatte er einige Landgüter in Preußenerworben, was auf die Absicht eines dauernden Aufenthalts in seiner neuenHeimath schließen läßt. Die damals empfangene Verschreibung über diesenGrundbesitz bestätigte ihm der Herzog am Michaelistage 1526 in Anerkennungseiner langjährigeil treuen Dienste. Wie verdienstvoll lind wie angesehen erbeim Herzoge war, geht daraus hervor, daß ihn derselbe wenige Monatespäter — am 4. Februar 1527 — mit der Verschreibung einer jährlicheilRente von 50 Gulden aus dem Amte Grünhof begnadigte, das er, wie wiraus einem andern Schriftstücke dieses Jahres ersehen, damals als Amtmannverwaltete, aber in dem nahe dabei (östlich davon) belegeneil OrdensschlosseRlidali wohnte, welches er vorzunehmender Bauten halber zu räumen ver-anlaßt wurde.

Es ist auffällig, daß er in dem erwähnten, dem Testament Hanseilsv. Lindenau von 1517, worin er als Miterbe bezeichnet ist, beigelegten Schriftstücke

0 Er war früher kurze Zeit (im Jahre 1512) Compan des dortigen Pflegers gewesen,ch Bock, Leben Herzog Ulbrichts deS Acltcrn von Preußen S. 10V.fl Sein Vorgänger Bcrthold v. Altmanshofen wird nock 1519 als Pfleger zu O.genannt.

fl Die Reihe der Pfleger zu Gr. ist bei Voigt S. 86 am Schlüsse ganz unvollständig,denn nach Hans v. Liebenthal fungirte Bcrthold v. Altmanshofen im Jahre 1500, dem 1504HanS v. Kottwitz folgte und auf diesen seit dem 29. August 1511 Heinrich v. d. Gabelentz.