Der Herr mich wieder ledig zelt, (zahlt)
Nach Gottes Willen, der zeitl: Todt200. Kiirtzlich meinen Herren bracht in Noth, (1591, 25. September)Dadurch ich wieder dienstloß warDoch nur ein halbes Vierteljahr.
Da zog ich wieder an ein HoffNach Weimar vnd hielt mich da vff.
205. Bey den frommen Herzog Hans zu SachßcnDer mir in Gnaden that zu wachßcn.
Mit seinen Mund vnd eignen HandEr mich in Dienst zu ihm verband (als Hofjunker)
Recht gute Tage vnd freien Mutt210. Hätt ich allda, daß teucht mich gut.
Mit Frauenzimmer, Reiten, Drinken,
Thut die Gesellschaft einander winken.
Der Mutter vnd Geschwister meinDient ich soviel es möchte sein215. Ob nun wol zu erobern warAn dießem Hofe wenig gar.
Dieweil Gott mit vielen jungen ErbenDen Herren segnet vor sein Sterben.
Zu Altenburg, da er Hoff hilt220. Rud man nicht mehr so Freuden hiltUnd ich bei 36 Jahren (1596)
Viel Müh vnd Arbeit hatt erfahrenIn Diensten, Wachen, Reißen, Reitten,
In Hitz vnd Frost zu vielen Zeiten225. Hoff-Leben auf der Letzt böß lohntWo man das biß in's Alter gewohnt.
Dacht ich zurück vnd wie ich GottAuch dienen könnt auf sein GebothVnd wie ich in Krankheit vnd Leid230. Hätt Beystand vnd Ergötzlichkeit.
Mit meines Herren VorbewustHätt ich zum andern Stande Lust,
Thätt mich in Gottes Nahmen mit EhrenMit gutem Bedacht zum Ehestandt kehren235. Dieweil mir auch ging gar zurückMein Kriegsweßen ohne Glück.
Da ich in Vngarn des Grafen von GleichenHoffmeisterschaft that abeweichen.
Deß gleichen auch ein Herr von Paard