Allgemeines.
ft)as schon 1206 urkundlich vorkommende Meißnische Ur-adelsgeschlecht von Zehmen nennt sich unstreitig nach seinem1596, 13. Mai, verkauften Stammgute Zehmen bei Leipzig.
Der Brauch, sich nach dem Besitz zu nennen, kam beimniederen Meißnischen Adel um das Jahr 1200 aus und mankann natürlich aus diesem angeuommenen Ortsnamen wederauf die Nationalität des Besitzers schließen, noch auf dessenVerwandtschaft mit Personen ähnlichen Namens, welche langevorher gelebt haben; z. B. kommen 1184 Hugo von Heucke-walde (deutscher Ort) und Heinrich von Pöltzig (slawisch) alsBrüder vor.
Also alle Angaben über Herkommen aus fernem Osten,oder Ahnen in grauer Vorzeit sind Fabeln.
Das Geschlecht wird auch geschrieben: Czemyn, Tzemen,Scymen, Cema usw. usw.
Andererseits wird es verwechselt, willkürlich identifiziertmit den Geschlechtern: Edle von Zehmen, von Zehmann (Zehmen)in Bayern, von Seemen, von Seben, von Zeben, Zehrer vonRambsenthal, von Ziemietzki, Wzele, Habdanker usw., nament-lich aber von Zwehmen (Zweymen). Dieses Geschlecht besaßKötzschlitz, was mit dem von Zehmenschen Kötzschwitz oft egalgeschrieben wurde, und erwarb Zehmensche Güter, welche dannwieder an die v. Z. zurückkamen.