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Genealogische Nachrichten über das meißnische Uradelsgeschlecht von Zehmen 1206 bis 1906
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Hanßhalt und Weidewerk ich da pflak,

Hatt meinen Willen, kein bößen Tag.

115. Biß ich endlich da erstärcket

Vnd meinen Nutz nicht vermärket.

Sein Bruder zoch nach Dreßden hin,

Ward Hoffmeister der Churfürstin.

Zu dem ich mich begab alsbaldIM. Nachdem er war sehr krank und alt.

Nach Besserung ich aber tracht

Und mich zu Schleinitz gen Saithain macht (et. 93. 175.)Da fand ich's fast nach meinem mutt.

An Rentieret) und Waid Werk gut1SS. Doch war er beym Trunk ein gefährlich Mann,

Richt Mordt und gar viel Unglücks an.

Doch er liebt mich, kund mich wohl leiden,

Vnd war nüchtern, höflich, bescheiden.

Letzlich beim Rausch wollt er mich machen130. Wehrhafft, das daucht mich kein Sachen.

Schied auch endlich von ihm so ab.

Einst mich zu meiner Mutter begab.

Die fand ich in armer Wittwenns NothDen der Vater war längstens Todt. fek. 47.)

135. Von dem ich nichts ererben thät.

Bei Freunden mich aufhalten thät,

Daß wolt dem Stich nicht lange halten,

Ich machte mich auf und ließ Gott walten.

Hatt wenigk Geldt zwar bey der Hand,

140. Doch ich ehrlich Gesellschafft fand.

Zog mit Gefahr der Pest nach Pohlen,

Nachm Land zu Preußen UnverhohlenBei denen von Zehmen, meinen Freunden (S. 2V)In Hoffnung Förderung zu finden,

145. Die große Herren sind alldo,

Aber ich wardt ihrer wenig froh.

Do ich nicht wollt ihres Glaubens seyn,

Achten dieselben wenig mein.

Doch gut Gesellschafft in dem Landt150. Fand ich vnd mache mich bekannt.

Nachdem mir aber Geldt gebrach,

Dacht ich, wie ich anstellt meine Sach',

Daß ich nach Ehren möchte Streben,

Und erbar zubringen mein Leben.