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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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hatte, nichts Geringeres war, als ein entschiedenes An-tichristenthum in der gleißnerischen Larve »der wah-ren Theologie« und des vorgeblichen »Reingehaltesdes neuen Testamentes.« Daß dieser hypocritischeNationalismus mit ungleich größerem Fuge, als irgendein anderer, für den gefährlichsten Feind der prote-stantischen Kirche erachtet werden muß, leuchtet einem Jedenein; und daß es an der Zeit sey, den hinter das Licht ge-führten Gemeinen die Augen darüber zu öffnen, welche Ver-wüster des Heiligthums sie da und dort selbst in denMännern in ihrem Schooße bergen, an die sie als anihre »Seelsorger« gewiesen sind, und welche, ob siegleich einzig nur die Wolle der ihnen anbefohlenen Heer-den suchen, sich nichtsdestoweniger als ihre »Hirten« zubezeichnen, nicht crröthen, das werden allein Diejenigenverkennen können, die entweder in ihrer materialistischen Ver-sunkcnheit allem und jedem Kirchenthume feind sind, odernur insoweit noch der Kirche ihr Fortbestehen gönnen, alssie durch dieselbe ihr bürgerliches Ansehen und ihre täg-liche Aetzung haben.

Nichts Unerhebliches ist's fürwahr, dessen sich dieGemeinen zu ihren sogenannten »Geistlichen« zu versehenPflegen. Legen sie doch die religiöse Bildung ihrerKinder, und mit ihr die wesentlichste Bedingung des zeit-lichen und ewigen Wohls der jungen Generation vertrauens-voll in ihre Hände. Erwarten sie doch nicht minder, selbstwo sie's, um sich den Schein einer gewissen Aufklärungzu bewahren ungern Wort haben mögen, von jenen »Haus-Haltern über Gottes Geheimnisse« sowol die Be-zeichnung des zuverlässigen Weges, der sie zur Selig-keit führe, als deren eigenen Vorgang aufdiescm Wege,und den der Tiefe göttlicher Wahrheit entnommenenprobehaltigen Trost im Leben und im Sterben. Und nunsind diese »Führer auf dem Pfade zur Ewigkeit«nicht selten Jrrsterne selbst, von dem »Leben aus Gott«