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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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262
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liegt es übrigens am Tage, daß seine eigentliche Meinung da-hin geht: es würden, wo die in jenem Predigtfragmentebezeichneten moralischen Zustande und Uebungen sich fan-den, dieselben als solche auch schon ohne das, was mandie Liebe Christi nenne, ihren Werth vor Gott behaup-ten. Ihm gilt ja nur das Werk, ja nur das Außcn-wcrk. Die bessere Gerechtigkeit, »denn die der Phari-säer und der Schriftgclehrten«, ist ihm eine unbekannte.Genug! Ich schließe diesen Abschnitt, und mit ihm zu-gleich die biblische Beleuchtung der panielschenDogmatik und Moral überhaupt; erlaube mir jedoch,noch an einen Ausspruch zu erinnern, der allein schon dieganze Heilsordnung und Tugendlehre meines Gegners alseine unchristliche, ja widerchristliche an den Prangerstellt und richtet. Es ist das Wort des großen ApostelsEph. 2, W. 8 10:

»Aus Gnaden seyd ihr selig worden durchden Glauben, und dasselbige nicht aus euch,Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken,auf daß sich nicht Iemand rühmc! Denn wirsind Sein Werk, geschaffen in Christo Jesuzu guten Werken, zu welchen Gott uns zu-vor bereitet hat, daß wir darin wandelnsollen.«

So steht der Mann denn vor uns da, gerichtet ausseinem eigenen Munde; nach allen Seiten hin entlarvt;ein entschiedn er Leugner der sämmtlichen Grundwahr-heiten des biblischen Christenthums! Jetzt redet er es