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II. Wie Irrlehrer in Galatien.
Die Galater.
Die zur Zeit des Apostels in der kleinasiatischen Land-schaft Galatien oder Callograeoia, wie die Römer sie nannten,bestehenden Gemeinen hatten sich, kein Exeget von Bedeutunghat es geleugnet, aus Heidenchristen gebildet. »Wiewohlin den Handelsstädten sich viele Juden aufhalten mochten,bemerkt Usteri, so scheinen diese doch die Predigt des Evan-geliums nicht günstig aufgenommen zuhaben.« — Paniel,dem daran gelegen, daß wenigstens ein gut Theil der gala-tischen Gemeineglieder Proselyren aus Israel gewesen seyen,dann aber auch wieder, daß die Galater vorzugsweise an heid-nischen Mißbräuchen laborirt haben sollen, behauptet (U.B. puA. 57): es. erkläre Calvin, und mit ihm andere Exe-geten, daß Gal. 4,10 der Apostel nicht blos die Beobachtungheidnischer Feste und Gebräuche, sondern auch die Feierjüdischer im Auge habe. Vorzugsweise also doch heidni-scher! — Calvin (die »andern Exegeten« verschwim-men als namenlose Figuranten im Nebel des Hintergrundes),sagt der Art etwas weder zu Gal. 4, 10. noch in der Vor-rede zu seinem Commentar all op. uä Cal., sondern weiß aus-schließlich nur von jüdischen Festen und Gebräuchen, welchedie Pseudoapostel wieder in Aufnahme zu bringen suchten.Wir haben demnach hier abermals der unzähligen Fälschun-gen und Illusionen eine vor uns, mit welchen mein Gegnerunermüdet darauf aus ist, das nichttheologische Publikumhinter das Licht zu führen und zu betrügen. —