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Herzen,, und wer weiß, ob es ihnen lange gelingen wird, wider die-sen innern Stachel anzulocken.
Wollt ihr eine siebente Ursache, aus der wir der Heiligung nach-jagen sollen, so wisset, sie ist diese. Die Heiligung ist nicht, wieman gewöhnlich meint, ein Mittel zur Christenseligkeit, sondern sie istein Stück derselben. Es gehört mit zu dem großen Schatze, den derBürge uns mit seinem Blute erwarb, daß wir nicht mehr der SündeKnechte seyen, sondern königlich frei vom Dienste des Fleisches hienie-den schon unsere Straße ziehen. Wer eine Seligkeit begehrt, bei derer in der Sünde verharren könne, der begehrt gar nicht die Seligkeit,die Jesus uns erwarb, sondern eine andere. Denn Jesus ist ein Hei-land, der in die Welt kam, die Seinen selig zu machen von ihrenSünden. Jener Mensch träumt also uur, daß er auf dem rechtenWeg begriffen sey. Er ist's durchaus nicht. Wer hingegen der Se-ligkeit theilhaftig werden möchte, die Christus seinem Volke erworben,der begehrt damit zugleich die Freiheit vom Fleisches- und vom Sün-dendienste: denn die gehört, wie schon gesagt, wesentlich mit dazu,und bildet einen Haupttheil derselben. B denket wohl, was ich hiersage. Diese Wahrheit wird euch mit einem Male aus vielen Scrmpeln und Ungewißheiten auf den rechten Standpunkt stellen.
Sehet also da, Geliebte! Gründe genug, um dem christlichen Be-kenntniß einen heiligen und gottseligen Wandel beizufügen. Mögedenn auch unter uns das Leben aus Gott, das da und dort in einemHerzen wohnet, in fröhlicher Entfaltung zur Erscheinung kommen. DerHerr verleihe es. Schlage ans, Gemeine, wie der Libanon, und blüheunter seinem Thaue wie eine Rose!"
Absurditäten
so lacherlich, als leidig anzusehen,, bilden ein ferneres Hülfs-corps der desperaten Polemik meines Gegners. Nur et-licher derselben geschehe hier, der Probe halber, eine bei-läufige Erwähnung. »Wer als Theologe behandeltseyn will«, beginnt er, in seltsame Positur sich setzend,»der benehme sich als Theologe!« (S. 7) Dannklagt er, der die ganze Anlage meiner Schrift unver-holen auf die seinige übertrug, er habe das »unlogischeGemisch« (der Replik ncmlich) »in Ordnung bringenmüssen.« (!) (S. 8) — Nach S. 15 ist es Jedermannbekannt, daß Paniel »das Bekenntniß der zwei und