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für uns und gewichtigeres, als das: „Ich will'S!" des Königsaller Könige; daß wir nach dem Gebot des Herrn nns halten —Es ist zum andern eine Nothwendigkeit der Pflicht. Wohlthat er-fordert Dank. Gott gab seinen Sohn, Christus sein Blut undLeben für uns dahin. Ist es zu viel uns zugemuthet, was der Apo-stel uns zuruft: „Darum, so preiset Gott mit eurem Leibe, und miteurem Geiste, welche sind Gottes?" Wahrlich, er ist wohl unsresPreises werth. Es gibt aber keinen andern Weg, ihm deinen Dankzu zollen, als den, daß du thust, was er dir gebietet, und in Allemseinen heiligen Gottes-Willen vor Augen hast, und ihm dich fügest.
„Jaget nach dem Frieden gegen Jedermann und der Heiligung,ohne welche wird Niemand den Herrn sehen." So heißt es Hebr. 12,14.Sehet hier einen dritten Beweis für die Nothwendigkeit eines heiligenLebens. Die Heiligung ist zwar kein Erwerbgrund der himmlischenSeligkeit; nein, der Erwerbgrund liegt allein in Christo. Aber nichtsdestoweniger macht die Heiligung uns doch erst empfänglich und ge-schickt zum Genusse des Erbtheils der Heiligen im Licht. Ohne Hei-ligung hätten wir so wenig Organ und Geschmack für die himmlischenFreuden, als ein Mensch, der keinen musikalischen Sinn hat, sähigist, eine liebliche Harmonie zu genießen. Wer kein geheiligtes, demGöttlichen zugeneigtes Herz im Busen trägt, fürwahr, viel unge-schickter wäre, der in der glorreichen Gegenwart des Herrn zu erschei-nen, als Säue in dem Audienzzimmer eines Fürsten. Setzte man ihnauch mitten in den Himmel hinein, es würde ihm unter all den heili-gen Wesen und geistigen Freuden nur peinlich zu Muthe werden; seinwürde es ihm, wie einem fleischlichen Lasterknecht in einer Gesellschaftvon Frommen; oder wie einem rohen, ungebildeten Buben in einemfeinen, gesitteten und nur an geistigen Genüssen sich erlabenden Cirkel.
Die Nothwendigkeit, daß ein Christ heilig gesinnet sey und lebe,sie ist viertens, um mich so auszudrücken eine Nothwendigkeit derNatur und der Folge. Ein Christ ist ein Mensch, der Christi Geisthat. Denn wer Christi Geist nicht hat, der ist auch nicht sein.Christi Geist ist aber nicht ein Geist der Unreinigkeit, sondern der Hei-ligkeit. Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Ein Christ istder göttlichen Natur theilhaftig. Die göttliche Natur aber steht gradeder Sünde entgegen. Er muß also ein heiliger, und Heiligkeit lie-bender Mensch seyn, oder er ist kein Christ. Ich meine, nichts in derWelt wäre klarer und unumstößlicher, als dieses Entweder-Oder.
Woran willst du doch erkennen, ob du den wahren seligmachen-de» Glauben hast? An deinem Frieden in deinem Herze»? Dein