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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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men. Wix? alle die schönen Einsichten und Erkenntnisse mit zur Hölle!Ja, lieben Bruder! Der Haufe ist unzählbar, der bei bloßer Kopf-crkenntniß zur Hölle wandert. Aber wie, wenn denn nun Christushie ist? Im Munde, meint ihr? mm, wenn das hinreichte, daswäre so übel nicht; dann hättcn's besonders wir Prediger gut, undbrauchten mit der Buße, Wiedergeburt und all den sauren und ver-haßten Sachen uns weiter nicht einzulasse»; aber der Christus, derhie ist und nirgends anders, wird uns nicht vertreten, wenn'sdarauf ankommt. Wenn Paulus sagt:Christus ist hie" so legter die Hand auf's Herz. Könnt ihr das auch? Nun dann Glückauf! Wer will verdammen? Probirts einmal, die Hand auf's Herz!nun frag ich euch vor Gott, was ist darunter? Christus oder Be-lial und die Welt? Hier scheiden sich die Partheien. Die nunnicht sagen können:ich lebe aber doch nicht ich, sondernChristus lebet in mir" die treten zur Linken die sind ver-flucht; die Andern jauchzen:Wer will verdammen!" Sie dürfcns,denn: hie ist Christus! Nun möchtet ihr es aber auch wohl gernewissen, woran man's denn erkennen könne, ob Christus hie seyoder nicht? und da dient zur Antwort drauf: ein guter Baum bringtseine Frucht zu seiner Zeit u. s. w."

Nach diesen Worten hatte sich nun wohl jeder ehrlicheLeser das so schwer incriminirte: »Wir mögen so heilig,oder so schlecht seyn, wie wir wollen«, augenblick-lich damit zurechtzulegen gewußt, »ich müsse bei dem Worte»schlecht« nothwendig Paulum etwa selbst, der sich »denvornehmsten unter den Sündern« nannte, oderetwa den Schacher am Kreuz, oder den Zöllner u. s. w.im Auge gehabt haben; indem es ja doch unmöglich inmeiner Absicht habe liegen können, hier auch den ungehei-ligten, mit der Sünde nicht zerfallenen, undnicht von der Liebe Gottes durchdrungenenSündern den Trost des Evangeliums zuzuerkennen.

Aber Paniel Doch genug! Ich achte es tief

unter meiner Würde, mich auf eine weitere Widerlegungder gottlosen Lasterungen des unredlichen Mannes einzulassen. Meine Predigten liegen in reicher Zahl dem Publikumvor Augen. Da möge denn ein Jeder selber zusehn, ob ichauch nur an einer einzigen Stelle zu der mehr als nichts-